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Die wichtigsten Schritte vor dem Immobilienverkauf

VON SUSANNE THIEL meist gelesen

Vorbreiten und Entrümpeln. Jeder Verkäufer möchte, dass seine Immobilie einen Top-Preis erzielt. Dazu braucht man nicht nur Glück. Es ist eher ein umsichtiges Planen und professionelles Wissen gefragt.

Wie verwandele ich meine Immobilie in eine gepflegte, adrette und schicke Wohnkultur mit Ambiente, die jeden Käufer entzücken wird?

Schwierigkeitsgrad: mittel

Zeitaufwand: ca. 7 bis 10 Tage

1.) Befreien Sie sich von Ihrem Zuhause.

Sagen Sie sich selbst: Das ist nicht mehr mein Heim, und vergleichen Sie es mit einer Cornflakes-Packung im Supermarkt. Machen Sie sich mental frei, lassen Sie los, denn bald wird es Ihnen nicht mehr gehören. Sehen Sie sich in Gedanken, wie Sie Schlüssel und Gebrauchsanweisungen dem neuen Eigentümer aushändigen. Verabschieden Sie sich von jedem einzelnen Zimmer und schauen Sie nicht zurück… blicken Sie in die Zukunft.

2.) Entpersonalisierung

Hängen Sie möglichst viele persönliche Fotos ab und verpacken Sie Erbstücke. Käufer haben keinen Bezug zu Ihren persönlichen Dingen aus der Vergangenheit, lassen Sie diese den Käufer nicht aus seinem Konzept bringen. Sie möchten, dass ein potenzieller Käufer seine eigenen Fotos an der Wand sieht. Das kann er aber nur, wenn Ihre dort nicht mehr hängen. Sie möchten schließlich nicht, das sich ein Käufer fragt: Was für Leute leben hier? Sie möchten erreichen, dass er sich fragt: Kann ich hier leben?

3.) Entrümpeln

Mit der Zeit sammelt der Mensch eine ganze Menge „Müll“ an. Es ist schwerer Schritt, aber versuchen Sie es einmal: Fragen Sie sich, was Sie ein Jahr lang nicht mehr gebraucht oder benutzt haben. Das können Sie getrost entrümpeln.

Wenn Sie etwas nicht mehr brauchen, warum dann nicht verschenken, spenden, auf dem Flohmarkt verkaufen oder einfach wegwerfen. Verpacken Sie alles, was in der Küche auf der Arbeitsfläche steht. Dinge, die Sie täglich benötigen, können Sie in Kartons in Schränken unterbringen. Denken Sie, als packten Sie bereits für Ihren Umzug. Früher oder später müssen Sie das sowieso erledigen.

4.) Räumen Sie Kleider- und Küchenschränke auf

Käufer lieben es, herumzuschnüffeln und werden bei jeder Gelegenheit Schränke und Schubläden öffnen. Überlegen Sie sich, welchen Eindruck es macht, wenn ihnen der halbe Schrankinhalt entgegenfällt. Und wie denkt ein Käufer wohl von Ihnen, wenn alles tadellos aufgeräumt ist. Er wird davon ausgehen, dass Sie den Rest des Hauses genauso gut in Ordnung halten. Das heißt:

Alphabetisieren Sie Ihren Gewürzständer. Stellen Sie die Teller nach Größe und Farbe zusammen. Richten Sie die Tassen so aus, dass alle Henkel in eine Richtung zeigen. Hängen Sie Hemden und Blusen zugeknöpft in eine Richtung zeigend. Stellen Sie die Schuhe paarweise in einer Reihe auf.

5.) Mieten Sie ein Zwischenlager oder eine Garage

Fast jede Immobilie sieht im Minimalismus-Stil besser aus. Entfernen Sie alle Möbelstücke, um die man herumlaufen muss. Oder wollen Sie, dass ein Interessent bei einer Besichtigung sein Schienbein an einem Tisch stößt? Reduzieren Sie Ihre Dekorationsstücke, das sind Staubfänger. Lassen Sie in jedem Raum nur das, was Sie brauchen. Gerade genug, damit man die Nutzung bestimmen kann und genügend Bewegungsfreiheit hat. Sie möchten doch nicht, dass sich jemand fragt: Und was soll das für ein Zimmer sein?

6.) Abmontieren und Ersetzen

Montieren Sie alles ab, was Sie nicht in Ihrem Heim lassen wollen, und/oder ersetzen Sie es durch etwas anderes. Zum Beispiel haben Sie eine wunderschöne Tiffany-Lampe, ein Erbstück Ihrer Großmutter. Wenn ein Kaufinteressent diese Lampe erst gar nicht sieht, kann sie auch nicht zu einem Verhandlungsgegenstand werden und eventuell den Verkauf beeinträchtigen.

7.) Kleine Reparaturen

Wenn alles weggeräumt ist, sehen Sie auch die Stellen, an denen Sie kleine Reparaturen oder Ausbesserungen vornehmen sollten.

Löcher in den Wänden (da hingen Ihre Bilder) Tropfende Wasserhähne Der Schwimmer in der Toilettenspülung, den Sie schon so lange ersetzen wollten Die Tür die aus irgendeinem Grund klemmt, quietscht oder nicht mehr richtig schließt Wenn Sie eine Affinität zu kräftigen, auffallenden Farben haben, überstreichen Sie diese Wände mit einem neutralen Farbton. Kontrollieren Sie alle Glühbirnen und ersetzen Sie eventuell ausgebrannte Birnen.

8.) Halten Sie Frühjahrsputz!

Fensterputzen innen und außen Mieten Sie einen Hochdruckreiniger, säubern Sie den Bürgersteig und den EingangsbereichEntfernen Sie eventuelle Spinnweben Entkalken Sie Duschtassen, Wände und Waschbecken Polieren Sie alles Glänzende wie Armaturen und SpiegelSäubern Sie Ihren Kühlschrank und den Gefrierschrank Saugen Sie täglich Wachsen und bohnern Sie die Holzböden Wischen Sie Staub Hängen Sie vor einer Besichtigung frische Handtücher auf. Lüften Sie täglich und gründlich. Wenn Sie rauchen, waschen Sie die Gardinen und reinigen Sie die Polster. Rauchen Sie am besten nur noch im Freien. Es gibt keinen größeren Feind, als schlechter Geruch.

9.) Selbst-Test

Gehen Sie zur Eingangstür, bleiben Sie stehen und schauen Sie in Ihr Heim. Möchten Sie eintreten, heißt es Sie willkommen? Bleiben Sie im Rahmen eines jeden Raumes stehen, schauen Sie sich um, als ob Sie der Käufer wären. Seien Sie kritisch: Stehen alle Möbel an dem richtigen Platz? Wenn nicht, räumen Sie noch einmal um, bis Sie das Gefühl haben, jetzt ist es perfekt. Stellen Sie sicher, dass die Gardinen gleichlang sind. Ist der Raum im Einklang mit den Gefühlen, die er weckt? Hat er Ausstrahlung und Ambiente? Sieht es so aus, wie in einer hochkarätigen Zeitschrift für Inneneinrichtung? Dann sind Sie fast fertig.

10.) Prüfen Sie die Außenansicht

Wenn Interessenten nicht aus dem Wagen aussteigen möchten, weil Ihnen der erste Eindruck nicht gefällt, werden sie niemals Interesse an einer Besichtigung von Innen haben.

Halten Sie den Bürgersteig sauber. Mähen Sie das Gras und schneiden Sie die Sträucher und Hecken. Streichen Sie Fensterrahmen. Pflanzen Sie gelbe Blumen und gruppieren Sie Ihre Blumentöpfe. Gelb ruft positive Emotionen hervor, Dotterblumen sind preiswert. Stellen Sie sicher, dass man Ihre Hausnummer lesen kann.


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Pressekontakt:
ReYaCa
Susanne Thiel


Homepage:

www.reyaca.de


Artikel vom 10.11.2009


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