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Neues Buch von Brühler Professor erschienen

VON RENATE KRAFT meist gelesen

Emotionsökonomie - ein Widerspruch in sich?

Ganz und gar nicht, weiß Prof. Dr. Thomas Holtfort vom Fachbereich Finanz- und Anlagemanagement an der Europäischen Fachhochschule (EUFH) in Brühl. Warum Wirtschaft und menschliche Gefühle in einem engen Zusammenhang stehen und deshalb auch gemeinsam betrachtet werden sollten, erfährt der Leser im neuen Buch des Brühler Professors. "Emotionsökonomie – Der Faktor Mensch im Finanzdienstleistungssektor" ist kürzlich erschienen.

Die Wirtschaft betrachtet menschliches Verhalten seit Jahrzehnten fast ausschließlich durch die Brille des so genannten "Homo Oeconomicus", der seinen eigenen Vorteil sucht und dabei vollkommen rational agiert. Dabei scheint es aber auf der Hand zu liegen, dass wirtschaftliche Prozesse vom Menschen erdacht, gesteuert und umgesetzt werden, so dass ökonomische Prozesse einer starken gefühlsmäßigen Färbung unterliegen. Eine Ausklammerung solcher Überlegungen würde einer fehlenden Akzeptanz von Emotionen wie Neid, Gier, Empathie, Angst oder Vertrauen in zwischenmenschlichen ökonomischen Beziehungen gleichkommen.

Gerade in Zeiten, in denen es an den Finanzmärkten ordentlich kriselt, ist eine stärkere Auseinandersetzung mit dem Thema Emotionen in dieser Branche unumgänglich. Bank- und Versicherungsberater, die ihre Kunden emotional "abholen", haben in Zukunft größere Chancen, erfolgreich zu agieren. Führungskräfte in Banken und Versicherungen müssen verstehen, dass Stimmungen und Verhaltensweisen der Mitarbeiter ein Spiegelbild des Führungsverhaltens sind. Hier gilt es ein Mehr an Vertrauen, Intuition und Moral sowie weniger Kontrolle und Angst aufzubauen.

Auch in anderen Funktionsbereichen der Finanzindustrie wie Risikomanagement oder Marketing sollte der "Faktor Mensch" eine wichtigere Rolle einnehmen. Nicht umsonst ist Wirtschaftskriminalität meist eine Folge von motivationalem Verhalten, welches in Controlling- und Risikomanagementsystemen der Finanzbranche zu wenig Beachtung findet. Beispielsweise können auch Marketingversprechen nur wirken und vertrauenswürdig sein, wenn sie sich zum einen persönlich mit dem Menschen auseinandersetzen und zum anderen auch ehrlich gemeint sind.

Prof. Dr. Thomas Holtfort studierte nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Deutschen Bank BWL in Köln und spezialisierte sich dabei schon früh auf die Thematik der Finanzwirtschaft. Nach seinem Studium konzentrierte er seine berufliche Tätigkeit bei der Deutschen Bank auf den Bereich Portfolio-Management im Rahmen der Vermögensverwaltung. Dort ergänzte er den Wertpapieranalyse-Prozess um die Erkenntnisse der Behavioral Finance, einer Forschungsrichtung, die sich mit emotionalen und psychologischen Einflüssen auf Anlageentscheidungen beschäftigt. Anschließend erweiterte er seine Kompetenzen als Assistent Manager bei der KPMG und unterstützte er mit seinem Fachwissen aktiv die Beratung bei Finanzdienstleistungsunternehmen. Seine letzte berufliche Station vor EUFH war die Referententätigkeit im Bereich Kapitalanlagencontrolling bei der Barmenia Versicherung. Dort baute er das Controlling für die Wertpapierabteilung in enger Zusammenarbeit mit dem Ressortvorstand weiter aus. Neben seiner beruflichen Laufbahn bei der Barmenia Versicherung promovierte er extern an der Bergischen Universität Wuppertal mit einer Arbeit zum Thema Behavioral Finance.


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Autor:
[R/K]


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Artikel vom 02.06.2010


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