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"WIK- Quote": Haben neue Unternehmen auf dem Gasmarkt künftig eine Chance?

VON SUSANNE FIEDERER meist gelesen

Das Bundeskabinett hat den vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) vorgelegten Entwurf zur Neufassung der Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV) beschlossen. Die Neufassung soll mehr Wettbewerb ermöglichen und damit letztlich den Gaspreis für die Verbraucher senken.

"Die Absicht der Bundesregierung und der Bundesnetzagentur, mit einer Novellierung der GasNZV (Verordnung zum Zugang zu den Gasnetzen) eine neue Grundlage für die Bewirtschaftung der Leitungskapazitäten zu sorgen, ist aus ökonomischer Perspektive zu begrüßen. Das zeigt auch eine kürzlich erschienen Studie des WIK (Wissenschaftliches Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste), die die Preisentwicklungen an wichtigen nationalen und europäischen Handelspunkten der letzten zwei Jahren untersucht und dabei festgestellt hat, dass trotz aller Wettbewerbsbestrebungen weiterhin signifikante Preisunterschiede bestehen, die nicht allein durch die Transportkosten erklärt werden können. Vielmehr beinhalteten die Preissignale Aufschläge, die auf knappe Leitungskapazitäten beim Gastransport hindeuten und einem vollkommen wettbewerblichen Zustand entgegenstehen. Diese empirisch festgestellte Knappheitsrente spiegelt sich auch in den Beobachtungen der Regulierungsbehörden wider, die den etablierten Netzbetreibern das bewusste Zurückhalten von nicht genutzten Kapazitätsrechten vorwerfen.

Die jetzt von der Bundesregierung verabschiedete Neufassung der Verordnung scheint grundsätzlich geeignet, dieses Markthemmnis zu mildern bzw. ganz zu beseitigen. So soll zum einen der Anteil der langfristig buchbaren Kapazitäten auf 65% beschränkt werden. Zum anderen sollen Ein- und Ausspeisepunkte zwischen unterschiedlichen Marktgebieten zusammengefasst sowie nicht genutzte Kapazitätsrechte einer diskriminierungsfreien Auktion zugeführt werden. Gerade der letzte Aspekt lässt eine deutliche Belebung des Gashandels erwarten, da die Halter von Kapazitätsrechten gewissermaßen gezwungen werden, ihre nicht selbst genutzten Rechte wieder dem Markt zur Verfügung zu stellen.

Auch die geplante weitere Reduzierung der vorhandenen Marktgebiete ist grundsätzlich zu befürworten, da sie Handelsprozesse vereinfacht. Allerdings: Bislang zahlt sich dieser positive Effekt laut WIK-Studie nur bedingt aus. So hat z.B. 2008 die Neugründung des Marktgebietes NetConnectGermany (NCG), das die Gebiete der E.ON und Bayernets zusammengeführt hat, zumindest mittelfristig zu einer Divergenz der Preise mit den anderen Marktgebieten geführt."

Das WIK (Wissenschaftliches Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste) wurde 1982 als Ideenschmiede des damaligen Postministeriums gegründet und hat sich inzwischen zum bedeutendsten Forschungs- und Beratungsinstitut für Kommunikationsdienste in Deutschland entwickelt. Es befasst sich mit Marktregulierung und Sektorpolitik in den Bereichen: Post, Telekommunikation, Strom, Gas, Wasser, Abwasser, und Transport. Zum WIK gehört außerdem die WIK-Consult, die die Expertise des Hauses für Beratungsanliegen von Kunden im Bereich der Privatwirtschaft sowie öffentlicher Institutionen zugänglich macht. Die WIK-Consult ist eine Tochtergesellschaft des WIK. WIK und WIK-Consult haben in Summe 50 Beschäftigte.


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[S/F]


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Artikel vom 28.05.2010


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