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Zeitarbeit: Brücke statt Sackgasse

VON JüRGEN ADLER meist gelesen

Zeitarbeit: Brücke statt Sackgasse Rentner machen Schluss mit aktuellen Vorwürfen

Schon vor der "Schlecker-Affaire" musste die Zeitarbeitsbranche immer wieder gegen eine negative Meinungsmache seitens der Gewerkschaften ankämpfen. Trotz der 2004 erwirkten Flächentarifverträge rücken diese nicht von dem Vorwurf ab, dass Zeitarbeit eine systematische Tarifflucht unterstütze. Zeitarbeitsfirmen, wie die Castrop-Rauxeler gfz services GmbH, kämpfen zudem mit dem Vorurteil, dass Zeitarbeitnehmer gezielt dazu benutzt würden, Stammbelegschaften zu reduzieren, um Löhne zu drücken und wirtschaftlich bedingte Einbußen zu kompensieren. Zeitarbeiter würden im Zuge eines "schäbigen Kapitalismus" instrumentalisiert und hätten im Niedriglohn-Sektor keine beruflichen Perspektiven, so die Zeitarbeits-Gegner. Doch aktuelle, unter anderem von der DGB-nahen Hans-Böckler-Stiftung belegte Zahlen zeigen das Gegenteil: Von den knapp 590.000 Beschäftigten im Zeitarbeitsbereich wurden im Vorjahr rund 30% von einem Entleihunternehmen in ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis übernommen. Und das, obwohl rund zwei Drittel von ihnen zuvor von Arbeitslosigkeit betroffen waren.

Diese positive Bilanz können Herbert Speckbacher (67) und Jörg Wiesmann (65) nur bestätigen. Beide haben mehr als zehn Jahre für gfz services gearbeitet und sind dort vor Kurzem in Rente gegangen. Die derzeitigen Vorwürfe von Lohndumping und Ausbeutung können sie nicht nachvollziehen. Vielmehr sprechen sich beide für Zeitarbeit aus und haben hierfür auch Argumente. "Vor allem für erwerbslose ältere Arbeitnehmer ist Zeitarbeit die ideale Möglichkeit um einer drohenden Langzeitarbeitslosigkeit zu entgehen", erklärt der Rentner Jörg Wiesmann. Wiesmann selbst war über 25 Jahre fest bei einem großen Castrop-Rauxeler Anlagenbau-Unternehmen angestellt. Als die Firma 1996 Konkurs anmelden musste, arbeitete er bei einem Dorstener Anlagenbauer weiter und war dort - trotz erneuter Festanstellung - alles andere als zufrieden. Schon nach zwei Jahren wechselte er freiwillig in die Zeitarbeit, da er dort bessere Arbeitsbedingungen vorfand. Trotzdem wurde er häufig mit Vorurteilen wie "sozialem Abstieg" und "Versklavung" konfrontiert. "Das Gegenteil war der Fall", so der gelernte Schlosser. "Ich habe zu den gleichen Konditionen weitergearbeitet und hatte zudem viele Möglichkeiten, mich beruflich zu entwickeln." Obwohl beide Rentner während ihrer Erwerbstätigkeit von Kundenseite mehrfach Angebote zur Festanstellung bekamen, blieben sie der Zeitarbeit treu. Warum? "Weil mir keine Firma eine ähnliche Vertrauensbasis und Flexibilität bieten konnte, wie gfz services", so Herbert Speckbacher. Der 67-jährige Castroper arbeitet trotz Rentenalter heute noch von Zeit zu Zeit für die Zeitarbeitsfirma weiter.

Die aktuelle Stimmungsmache betrachten die beiden Rentner kritisch. "Es wird gnadenlos pauschalisiert. Hier werden alle Zeitarbeitsfirmen über einen Kamm geschert. Was eine große Drogeriekette verbockt hat, fällt nun auf die gesamte Branche zurück. Was sollen vor allem die Auszubildenden denken, die durch Zeitarbeit Berufserfahrung sammeln und im Berufsleben Fuß fassen wollen? Die werden doch völlig abgeschreckt", erklärt Herbert Speckbacher. Auch Jürgen Adler, Geschäftsführer von gfz services, sieht die Gefahr, dass die Zeitarbeit durch derartige Fälle in den Medien zu Unrecht ihr Gesicht verliert. "Hier wird gefährlich mit dem öffentlichen Image der Branche Zeitarbeit gespielt. Man darf nicht vergessen, dass Zeitarbeit von der Politik als ein sinnvolles Mittel erachtet wird, Langzeitarbeitslosigkeit vorzubeugen und insbesondere unqualifizierten Arbeitnehmern eine Chance für den Arbeitsmarkt zu eröffnen. Im Endeffekt werden hierdurch etliche Arbeitsplätze geschaffen", erklärt der Castrop-Rauxeler Unternehmer.

Die Zeitarbeitsfirma gfz services GmbH, mit der Zentrale in der RuhrStadt Castrop-Rauxel, wurde im Jahr 1997 von Jürgen Adler gegründet. Mittlerweile verfügt das Unternehmen über sieben Niederlassungen in Bocholt, Braunschweig, Hagen, Jessen, Lübben, Münster und Senftenberg und beschäftigt über 400 Mitarbeiter, von denen viele schon über zehn Jahre für Jürgen Adler tätig sind.


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Autor:
[J/A]


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Artikel vom 02.02.2010


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