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Bundesgerichtshof entscheidet über Anforderungen an das Erinnerungsvermögen geschädigter Anleger

VON RALF R meist gelesen

Bundesgerichtshof entscheidet über Anforderungen an das Erinnerungsvermögen geschädigter Anleger In der jüngeren Vergangenheit haben viele geschädigte Kapitalanleger sich auch bei berechtigten Schadensersatzansprüchen von einer Durchsetzung Ihrer Rechte gehindert gesehen, wenn sie sich nicht in allen Einzelheiten an die in den meisten Fällen bereits viele Jahre zurückliegenden Umstände erinnern konnten. Denn in einigen Fällen hatten in der Vergangenheit bedauerlicherweise Gerichte überspannte Anforderungen an das Erinnerungsvermögen der klagenden Anleger gestellt. Dem ist nun der Bundesgerichtshof in einem weiteren anlegerfreundlichen Urteil entgegen getreten.

Der Bundesgerichtshof hatte in einem aktuellen Urteil in einer Angelegenheit zu entscheiden, in welcher ein Anleger Schadensersatz wegen einer Falschberatung begehrte. Die Falschberatung lag viele Jahre zurück. Auch wenn der Anleger sich an viele Einzelheiten nicht mehr genau erinnern konnte, so wusste er, dass es in dem Beratungsgespräch um seine Altersvorsorge ging. In der ersten und zweiten Instanz wurde durch die befassten Gerichte davon ausgegangen, dass nicht ausreichend sei vorzutragen, dass der Anleger eine Kapitalanlage zur Altersvorsorge erwartet habe, doch in diesem Sinne keine geeignete Kapitalanlage empfohlen worden sei. Der Bundesgerichtshof hob die vorangegangenen rechtsfehlerhaften Entscheidungen auf und stellte fest, dass bei Wahrung des Grundrechts nach Art. 103 Abs. 1 GG keine überspannten Anforderungen gestellt werden dürfen. Festgestellt wurde dass genüge, wenn der Anleger ausreichend Tatsachen vorträgt, um die rechtlichen Voraussetzungen für einen Schadensersatzanspruch zu erfüllen. Es genüge, einen "inhaltlichen Kerngehalt" und Anknüpfungspunkte vorzutragen, die dem Gericht ermöglichen, mit Hilfe von angebotenen Beweisen die weiteren Einzelheiten zu ermitteln.

vgl. Sie auch: [1]

Autor und Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Ralf Renner
- Rechtsanwalt und gelernter Bankkaufmann -
Tel.: 030 / 810 030 - 22

E-mail:  email@autor.cap


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Artikel vom 04.02.2013


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