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Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V weiterer Erfolg gegen eine Bank - LG Stuttgart verurteilt Bank zur Rückabwicklung

VON RALF RENNER meist gelesen

Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V weiterer Erfolg gegen eine Bank - LG Stuttgart verurteilt Bank zur Rückabwicklung Das Landgericht Stuttgart hat eine Bank wegen Falschberatung über den Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V verurteilt. Die Ausgangssituation ist gewesen, dass ein Kunde in einer Bank als Geldanlage eine Beteiligung an dem Schiffsfonds Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V vermittelt bekam. Der Kunde beanstandete im Zuge des Gerichtsverfahrens u.a., dass er nicht über Rückvergütungen aufgeklärt worden war. Rückvergütungen sind Provisionen, die die vermittelnde Bank von der Fondsgesellschaft erhält. Diesen Vorwurf hat das Landgericht Stuttgart aufgegriffen und die Bank verurteilt

Rechtsanwalt Renner äußerte sich in diesen Zusammenhängen: "Mit dieser Entscheidung setzt das Landgericht Stuttgart die etablierte Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs fort, wonach Banken ihre Kunden vor der Anlageentscheidung über Vertriebsprovisionen aufzuklären haben. Das ist richtig und wichtig. Denn ein Kunde sollte selbst in die Lage versetzt sein, das Umsatzinteresse der Bank einzuschätzen und sich damit ein Urteil bilden können, ob seine Bank eine Empfehlung nur aus einem eigenen Verdienstinteresse ausspricht."

vgl. Sie auch: [1]

Autor und Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Ralf Renner
- Rechtsanwalt und gelernter Bankkaufmann - Tel.: 030 / 810 030 - 22

E-mail:  email@autor.cap

Der Initiator des Fonds Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V ist das Emissionshaus Hansa Treuhand Schiffsbeteiligungs GmbH & Co. KG.

Das Emissionshaus Hansa Treuhand Schiffsbeteiligungs GmbH & Co. KG platzierte nach eigenen Angaben seit dem Markteintritt am Beteiligungsmarkt diverse geschlossene Fonds

Die Emission der Hansa Treuhand HT-Flottenfonds V erfolgte 2007. Das Investitionsvolumen bei Platzierung betrug EUR 137.619.000,00. Der Investitionsgegenstand sind Beteiligungen an einem Doppelhüllentanker und zwei modernen Vollcontainerschiffen, nämlich die MT "HS ELEKTRA", MS "HS BERLIOZ" und MS "HS SCOTT". Die Zeichner der Fonds haben sich unternehmerisch beteiligt.

Naturgemäß ist eine unternehmerische Beteiligung mit Chancen und Risiken verbunden. Chancen liegen u.a. in der Perspektive, Gewinne zu erwirtschaften, sei es durch Ausschüttungen oder eine Steigerung des Beteiligungsvermögens. Doch sind das Chancen, die nicht garantiert werden können. Demgegenüber besteht spiegelbildlich u.a. das Verlustrisiko mithin bis zum Totalverlust der Einlage.

In kanzleibekannten Fällen haben Anleger auf eine Vermittlung und Beratung von Banken und Sparkassen gezeichnet. Jüngere gerichtliche Entscheidungen haben uns bestätigt, dass Banken verpflichtet sind, auf nicht ersichtliche Innenprovisionen, sogenannte kick-back-Zahlungen, hinzuweisen. Erfolgte das nicht, stehen Schadensersatzansprüche gegen die Bank infrage. Schadensersatzansprüche haben die Rechtsfolge, dass ein Anleger so zu stellen ist, als wenn er die Beteiligung nicht gezeichnet hätte. Also hat die Bank rückabzuwickeln und dem Anleger grundsätzlich sein eingesetzes Kapital zurückzuzahlen, wenn übrige Anspruchsvoraussetzungen vorliegen. In jedem Fall ist eine individuelle anwaltliche Beratung anzuraten, wenn auf Innenprovisionen nicht hingewiesen wurde.


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Autor:
[R/R]


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Artikel vom 26.07.2013


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