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OLG Frankfurt a.M. verpflichtet Anlageberater zum ungefragten Hinweis auf das Risiko der Aussetzung der Anteilsrücknahme

VON RALF RENNER meist gelesen

OLG Frankfurt a.M. verpflichtet Anlageberater zum ungefragten Hinweis auf das Risiko der Aussetzung der Anteilsrücknahme Das Oberlandesgericht Frankfurt a.M. hatte als Berufungsgericht in einer Angelegenheit eines Anlegers in einem offenen Immobilienfonds zu entscheiden. Bereits im Zuge des erstinstanzlichen Verfahrens ist dem Anleger Schadensersatz zugesprochen worden. Doch dagegen wurde Berufung eingelegt. Der Anleger hatte ursprünglich im Zuge des Verfahrens beanstandet, dass er nicht auf das Risiko der Aussetzung der Anteilsrücknahme hingewiesen wurde. Das erstbefasste Landgericht hatte im Sinne des Anlegers bereits festgestellt, dass keine anlagegerechte Beratung vorliegt, wenn ein Berater versäumt, auf das das Risiko der Aussetzung der Anteilsrücknahme hinzuweisen. Diese Ansicht bestätigte nunmehr auch das Oberlandesgericht Frankfurt a.M. U.a. begründete das Oberlandesgericht diese Beraterpflicht damit, dass das den deutschen Investmentfonds prägende "Open-End-Prinzip" insbesondere auf dem Gedanken, die Liquidität der angelegten Gelder für den Anleger zu gewährleisten, basiert. Doch die Möglichkeit der Aussetzung der Anteilsrücknahme ist als eine Ausnahme der grundsätzlichen Verpflichtung der Kapitalanlagegesellschaften zur Anteilsrücknahme ein die Anlage in offene Immobilienfonds prägendes Strukturprinzip, welches dem Anlageinteressenten aufzuzeigen ist. Das Oberlandesgericht Frankfurt a.M. hat die erstinstanzliche Entscheidung bestätigt. Dem Anleger steht ein Schadensersatzanspruch zu.

Wenn zwischen 2000 und 2003 die offenen Immobilienfonds im Allgemeinen im Gesamtdurchschnitt einen jährlichen Gewinn von ca. 4% erwirtschafteten, dann gerieten viele Fonds in der Vergangenheit bereits in den Jahren 2004 und seit 2008 in Krisensituationen. Die Ursachen für Immobilienfonds hierfür waren ein zunehmender Leerstand von Bürogebäuden und stagnierende oder fallende Mieten. Da die Bundesregierung im Jahre 2008 eine Gefahr der Massenpanik unter Sparern fürchtete, wurde eine Staatsgarantie für Bankeinlagen ausgesprochen. Doch davon ausgeschlossen waren Investmentfonds, was dazu führte, dass besorgte Investmentfondsanleger innerhalb kürzester Zeit ca. EUR 51 Milliarden aus deutschen Investmentfonds abgezogen haben. Doch jeder Fonds ist individuell zu beurteilten. Es verbietet sich selbstverständlich, allgemeingültige Aussagen für alle offenen Immobilienfonds zu treffen. In jedem Fall ist eine individuelle sorgfältige Einzelfallbeurteilung geboten.

vgl. Sie dazu: [1] [2]

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Ralf Renner

- Rechtsanwalt und gelernter Bankkaufmann -

Spezialgebiet: geschlossene Fonds

Tel.: 030 / 810 030 - 22

Das Spezialgebiet von Rechtsanwalt Ralf Renner sind Rechtsfragen geschlossener Fonds, in dem er über umfassende jahrelange Erfahrungen verfügt. In diesen Zusammenhängen treten Anleger an einen Rechtsanwalt heran, wenn sie prüfen lassen wollen, welche Rechte und Ansprüche bestehen. Denn pauschale Aussagen verbieten sich. In jedem Fall ist eine Einzelfallprüfung geboten.

Kanzlei Renner

Wir sind eine auf die Materien des Kapitalanlagerechts spezialisierte Anwaltskanzlei. Nach unserem Selbstverständnis ist anwaltliche Arbeit eine juristische Dienstleistung, die sich an den Bedürfnissen des Mandanten zu orientieren hat. Wir möchten Sie frühzeitig rechtlich beraten, um Rechtsstreitigkeiten vermeiden zu helfen. Denn im Alltag besteht ein Ungleichgewicht zugunsten des besser Informierten und Beratenen. Wir wollen erreichen, dass sich von vornherein dieses Ungleichgewicht nicht zu Ihren Lasten auswirkt. Insofern eine gerichtliche Auseinandersetzung unausweichlich wird, vertreten wir selbstverständlich deutschlandweit vor Gericht.

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[R/R]


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Artikel vom 07.08.2013


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