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OLG Köln: geschlossene Immobilienfonds für die Altersvorsorge ungeeignet

VON RALF RENNER meist gelesen

OLG Köln: geschlossene Immobilienfonds für die Altersvorsorge ungeeignet Das Oberlandesgericht Köln hatte in einer Angelegenheit eines Anlegerin eines geschlossenen Immobilienfonds zu entscheiden.

Der Investitionsgegenstand geschlossener Immobilienfonds sind üblicherweise Gewerbeimmobilien, so insbesondere Büro- oder Einzelhandels-, Logistik-, aber auch Wohnobjekte. Der Markt für geschlossene Fonds unterliegt außer der Prospekthaftung keinerlei staatlicher Kontrolle und wird umgangssprachlich auch als sogenannter "Grauer Kapitalmarkt" bezeichnet.

Mit einem geschlossenen Fonds und damit einer unternehmerische Beteiligung fallen dem Anleger Chancen und Risiken zu. Zum einen besteht die Aussicht, dass ein geschlossener Fonds im Wert steigt und Gewinne erwirtschaftet. Das sind Chancen, die nicht garantiert werden können. Zudem anderen ist ein geschlossener Immobilienfonds mit gravierenden Risiken behaftet. Denn es besteht ein einer unternehmerischen Beteiligung naturgemäß anhaftendes Verlustrisiko bis zum Totalverlust der Einlage. Für geschlossene Fonds besteht i.d.R. keine Einlagensicherung.

Auch kann einem Anleger möglicherweise eine Nachschusspflicht treffen, wobei für die Tiefe der Haftung die Rechtsform des geschlossenen Immobilienfonds bedeutungsvoll ist, also ob der geschlossene Fonds in Gestalt einer GmbH & Co. KG oder einer GbR gestaltet ist. Nicht zuletzt besteht das Fungibilitätsrisiko, welches das Risiko impliziert, sich nicht oder nur möglicherweise unter erheblichen Verlusten von dem geschlossenen Fonds lösen zu können.

In der Angelegenheit, die vor dem Oberlandesgericht Köln zu verhandeln war, ist die Ausgangssituation gewesen, dass die Klägerin als Anlageziel ihre finanziellen Absicherung verfolgte. Die Klägerin wünschte sich konkret eine Absicherung für "Wechselfälle des Lebens" und des später folgenden Ruhestandes. Die Erzielung einer höheren Rendite hatte dabei eher einen untergeordneten Stellenwert . Dies ergab sich aus einem persönlichen Prioritätenprofil.

Das Oberlandesgericht Köln hat entschieden, dass ein Anlageberater keine Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds anraten darf, wenn der Kunde Geld zum Zwecke der Altersvorsorge anlegen möchte. Das Oberlandesgericht Köln begründete die Ansicht damit, dass es sich bei einem geschlossenen Immobilienfonds nicht um eine sichere, sondern um eine spekulative Anlageform handelt.

Das Oberlandesgericht Köln hat der Anlegerin Schadensersatz zugesprochen. Demnach hat die Anlegerin im Wesentlichen einen Anspruch auf die Erstattung ihrer Beteiligungszahlungen gegen Rückgabe der Fondsanteile.

vgl. Sie auch: [1]

Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Ralf Renner
- Rechtsanwalt und gelernter Bankkaufmann -

Spezialgebiet: geschlossene Fonds

Tel.: 030 / 810 030 – 22


Das Spezialgebiet von Rechtsanwalt Ralf Renner sind Rechtsfragen geschlossener Fonds, in dem er über umfassende jahrelange Erfahrungen verfügt. In diesen Zusammenhängen treten Anleger an einen Rechtsanwalt heran, wenn sie prüfen lassen wollen, welche Rechte und Ansprüche bestehen. Denn pauschale Aussagen verbieten sich. In jedem Fall ist eine Einzelfallprüfung geboten.


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Autor:
[R/R]


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Artikel vom 13.08.2013


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