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Medico Fonds Nr. 40 / Berlin-Karlshorst: LG Landshut verurteilt Finanzdienstleister zum Schadensersatz

VON RALF RENNER meist gelesen

Medico Fonds Nr. 40 / Berlin-Karlshorst: LG Landshut verurteilt Finanzdienstleister zum Schadensersatz Das Landgericht Landshut hatte in einer Angelegenheit eines Anlegers zu entscheiden, der u.a. in den Immobilienfonds Medico Fonds Nr. 40 Objekt Berlin Karlshorst KG (nachstehend zitiert: Medico Fonds Nr. 40 / Berlin-Karlshorst) investierte. Im Zuge des Verfahrens beanstandete der Anleger u.a., dass er nicht hinreichend auf Risiken des Immobilienfonds Medico Fonds Nr. 40 Berlin-Karlshorst, so z.B. das Totalverlustrisiko, hingewiesen wurde. Das Landgericht ist insbesondere zu der Ansicht gelangt, dass es sich bei dem Immobilienfonds Medico Fonds Nr. 40 Berlin-Karlshorst um einen Fonds handelt, der als eine risikenbehaftete Geldanlage zu beurteilen ist. Das Landgericht begründete die Ansicht damit, das bei dem Immobilienfonds Medico Fonds Nr. 40 Berlin-Karlshorst zum einen eine hohe Fremdkapitalquote vorliegt und zudem ein Fremdwährungsrisiko besteht. Das Landgericht Landshut verurteilte den beklagten Finanzdienstleister zum Schadenersatz. Das Landgericht hat dem Kläger als Schadensersatz u.a. auch einen Anspruch auf entgangenen Gewinn zugesprochen. Bei der Schadensersatzberechnung sind die von dem Kläger erlangten steuerlichen Vorteile nicht angerechnet worden.

Die Emission des Immobilienfonds Medico Fonds Nr. 40 / Berlin-Karlshorst - Medico Fonds Nr. 40
Objekt Berlin Karlshorst KG (nachstehend zitiert: Medico Fonds Nr. 40 / Berlin-Karlshorst) erfolgte 1997. Das Investitionsvolumen inkl. 5% Agio beträgt EUR 22.328.000,00. Der Investitionsgegenstand ist ein Büro- und Geschäftshaus in der Treskowallee / Ecke Dönhoffstraße in Berlin-Karlshorst mit einer Nutzfläche von ca. 4.300 qm.

Naturgemäß ist eine unternehmerische Beteiligung mit Chancen und Risiken verbunden. Chancen liegen u.a. in der Perspektive, Gewinne zu erwirtschaften, sei es durch Ausschüttungen oder eine Steigerung des Beteiligungsvermögens. Doch sind das Chancen, die nicht garantiert werden können. Demgegenüber besteht spiegelbildlich ein Verlustrisiko.

Rechtsanwalt Ralf Renner äußerte sich in diesen Zusammenhängen: "Diese Entscheidung des Landgerichts Landshut setzt die in Fragen von Aufklärungspflichten anlegerfreundliche Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs fort. Diese Entscheidung wird anderen Anlegern Mut machen, die richtigen Schritte zu gehen."

vgl. Sie auch: [1]

Autor und Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Ralf Renner
- Rechtsanwalt und gelernter Bankkaufmann -

Spezialgebiet: Fondsanlagen

Tel.: 030 / 810 030 - 22

E-mail:  email@autor.cap

Das Spezialgebiet von Rechtsanwalt Ralf Renner sind Rechtsfragen geschlossener Fonds, in dem er über umfassende jahrelange Erfahrungen verfügt. In diesen Zusammenhängen treten Anleger an einen Rechtsanwalt heran, wenn sie prüfen lassen wollen, welche Rechte und Ansprüche bestehen. Denn pauschale Aussagen verbieten sich. In jedem Fall ist eine Einzelfallprüfung geboten.

Schadensersatzansprüche gegen einen Anlageberater oder eine Bank können bestehen, wenn über wesentliche Aspekte nicht hinreichend aufgeklärt wurde. Ein erfahrener Rechtsanwalt kann feststellen, ob Schadensersatzansprüche bestehen und wie hoch die Chancen für eine erfolgreiche Durchsetzung sind.

Schadensersatz

Die Gerichte verlangen regelmäßig, dass ein Anlageberater gründlich, richtig und vollständig informiert. Die Gerichte sprechen geschädigten Anlegern, die über ihre Geldanlage falsch beraten wurden, zu, dass ihnen ihr Anlageberater oder ihre Bank ihr eingesetztes Kapital und Zinsverluste erstattet. Dem Anlageberater oder der Bank sind die Anlageprodukte und etwaige daraus gezogene Vorteile zurückzugeben. Bei wirtschaftlicher Betrachtung entspricht das einer Rückabwicklung.

Beratungsfehler

Aus jahrelanger alltäglicher Arbeit wissen wir, dass Anlageberatungen möglicherweise fehlerhaft sein können.

Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs forderte in seiner Entscheidung zum Az. III ZR 249/09, dass unternehmerische Beteiligungen mit Verlustrisiken, die selbst bis zum Totalverlust führen könnten, in einer Anlageberatung angemessen anzusprechen sind.

Wenn der Anlageberater eine Geldanlage als sichere Anlage vorgestellt hat, obwohl Verlustrisiken bestehen, rechtfertigt das Beanstandungen.

Falls eine spekulative unternehmerische Fondsbeteiligung zum Zwecke der Altersvorsorge vermittelt wurde, ist das fehlerhaft. Denn ein Anleger muss sich auf seine Altersvorsoge verlassen können. Der Bundesgerichtshof hat in einer jüngeren Entscheidung festgestellt, dass eine unternehmerische Beteiligung sich nicht als Altersvorsorge eignet.

Wenn im Zuge einer Vermittlung und Beratung ein Bankberater es auslässt, über Innenprovisionen, sogenannte kick-back-Zahlungen zu informieren, dann liegt regelmäßig ein Beratungsfehler vor. Denn kick-back-Zahlungen sind für einen Kunden nicht ohne weiteres ersichtlich.

Falls ein Anlageberater versäumte anzusprechen, dass es für geschlossene Fonds keinen geregelten Zweitmarkt gibt, eine Veräußerung nur schwer oder bei erheblichen Einbußen möglich wäre, dann rechtfertigt das einen Vorwurf.

Unsere Mandanten treten an uns heran, wenn sie sich durch ihren Anlageberater getäuscht fühlen. Doch jeder Einzelfall liegt anders. Pauschale Lösungen verbieten sich. Betroffene sollten sich unverzüglich individuell beraten lassen, bevor Schadensersatzansprüche verjähren.


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Autor:
[R/R]


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Artikel vom 21.08.2013


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