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Prorendita 1: Landgericht Köln verurteilt Sparkasse zum Schadenersatz

VON RALF RENNER meist gelesen

Prorendita 1: Landgericht Köln verurteilt Sparkasse zum Schadenersatz Das Landgericht Köln hatte in einer Angelegenheit einer Anlegerin in dem Fonds PRORENDITA EINS GmbH & Co. KG (nachstehend zitiert: PRORENDITA 1) zu entscheiden. Die Ausgangssituation ist gewesen, dass die Anlegerin sich von ihrer Anlageberaterin ihrer Sparkasse von dem Fonds PRORENDITA 1 überzeugen liess. Im Zuge des Verfahrens hat sich ergeben, dass die Einschätzung der Risikobereitschaft der Kundin durch die Sparkasse nicht der tatsächlichen Risikobereitschaft der Kundin entsprochen hat. Das Landgericht ist infolgedessen davon ausgegangen, dass die durch die Sparkasse empfohlene Geldanlage in dem Fonds PRORENDITA 1 überhaupt nicht dem Interesse der Kundin entsprochen hat. Ferner hat das Gericht festgestellt, dass die Bankkundin nicht hinreichend über die Funktionsweise britischer Lebensversicherungen aufgeklärt worden ist. Das Gericht hat insbesondere beanstandet, dass die Anlageberaterin ihre Kundin nicht darüber informiert hat, dass mit dem Fonds PRORENDITA 1 durchaus auch Verluste für die Kundin eintreten könnten. Die Anlageberaterin hat in ihrer Vernehmung sinngemäß geäußert, dass die Sparkasse den Fonds PRORENDITA 1 als relativ sicher angesehen hatte. Zudem hat die Anlageberaterin vor Gericht zugegeben, dass sie sich selbst der Besonderheiten des britischen Lebensversicherungssystems nicht bewusst gewesen ist. Das Landgericht Köln hat die Sparkasse zum Schadenersatz verurteilt. Rechtsanwalt Ralf Renner äußerte sich in diesen Zusammenhängen: "Diese Entscheidung des Landgerichts setzt die in Fragen von Aufklärungspflichten anlegerfreundliche Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs fort. Diese Entscheidung wird anderen Anlegern Mut machen, die richtigen Schritte zu gehen."

Naturgemäß ist eine unternehmerische Beteiligung mit Chancen und Risiken verbunden. Chancen liegen u.a. in der Perspektive, Gewinne zu erwirtschaften, sei es durch Ausschüttungen oder eine Steigerung des Beteiligungsvermögens. Doch sind das Chancen, die nicht garantiert werden können. Demgegenüber besteht spiegelbildlich u.a. das Verlustrisiko.

vgl. Sie auch: [1]

Autor und Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Ralf Renner
- Rechtsanwalt und gelernter Bankkaufmann -
Tel.: 030 / 810 030 - 22

Rechtsanwalt Ralf Renner berät und vertritt Anleger.

Das Spezialgebiet von Rechtsanwalt Ralf Renner sind Rechtsfragen geschlossener Fonds, in dem er über umfassende jahrelange Erfahrungen verfügt. In diesen Zusammenhängen treten Anleger an einen Rechtsanwalt heran, wenn sie prüfen lassen wollen, welche Rechte und Ansprüche bestehen. Denn pauschale Aussagen verbieten sich. In jedem Fall ist eine Einzelfallprüfung geboten.

Schadensersatzansprüche gegen einen Anlageberater oder eine Bank können bestehen, wenn über wesentliche Aspekte nicht hinreichend aufgeklärt wurde. Ein erfahrener Rechtsanwalt kann feststellen, ob Schadensersatzansprüche bestehen und wie hoch die Chancen für eine erfolgreiche Durchsetzung sind.


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Autor:
[R/R]


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Artikel vom 26.07.2014


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