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HCI Renditefonds III GmbH & Co. KG: Landgericht Trier verurteilt Anlageberater zum Schadensersatz i.H.v. EUR 84.109,05

VON RALF RENNER meist gelesen

HCI Renditefonds III GmbH & Co. KG: Landgericht Trier verurteilt Anlageberater zum Schadensersatz i.H.v. EUR 84.109,05 Das Landgericht Trier hatte in einer Angelegenheit zu entscheiden, in welcher eine private Anlegerin auf die Vermittlung ihres Anlageberaters Anteile u.a. an dem Fonds HCI Renditefonds III GmbH & Co. KG und einem weiteren Fonds zeichnete. Die Anlegerin, die Rechtsanwalt Ralf Renner in dem Verfahren vor dem Landgericht Trier vertrat, war der Ansicht, dass sie durch den Anlageberater falsch beraten wurde. Dabei berief sich die Anlegerin darauf, dass sie ursprünglich eine konservative, solide und für die Altersvorsoge geeignete Anlage suchte. Doch daraufhin empfahl der Anlageberater die Zeichnung u.a. von Anteilen an dem Fonds HCI Renditefonds III GmbH & Co. KG und einem weiteren Fonds. Dafür wurden der Anlegerin für beide Fonds insgesamt EUR 4.750,00 als Abwicklungsgebühren berechnet. Die Anlegerin begründete in dem Verfahren vor Gericht ihre Vorwürfe damit, dass der Anlageberater auf keinerlei Risiken, so u.a. auch nicht das Risiko der begrenzten Nachschusspflicht, hinwies. Die Anlegerin erinnerte auch, dass der Anlageberater über die Abwicklungsgebühren hinaus keinerlei Gebühren ansprach. Das Landgericht gab der Klage statt und verurteilte den Anlageberater zum Schadensersatz i.H.v. EUR 84.109,05. Das Gericht stellte fest, dass der Anlageberater verpflichtet war, die Anlegerin über alle Umstände sachlich richtig und vollständig zu unterrichten, die für die Entschließung der Anlegerin von wesentlicher Bedeutung waren oder hätten sein können. Das Gericht wies in den Entscheidungsgründen auch darauf hin, dass im Rahmen der von einem Anlageberater geschuldeten anlegergerechten Beratung die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Kunden zu berücksichtigen sind. Demnach wären das Anlageziel, die Risikobereitschaft und der Wissensstand der Klägerin im Anlageberatungsgespräch abzuklären gewesen. Das Gericht folgte der Ansicht von Rechtsanwalt Renner, wonach eine empfohlene Anlage unter Berücksichtigung des Anlageziels auf die persönlichen Verhältnisse des Interessenten zugeschnitten sein muss. Das war im vorliegenden Fall nicht gegeben. Das Gericht stellte fest, dass die Empfehlung von unternehmerischen Beteiligungen wegen des damit regelmäßig verbundenen Verlustrisikos fehlerhaft war, weil das beabsichtigte Rechtsgeschäft einer sicheren Geldanlage dienen sollte. Nach all dem verurteilte das Landgericht den Anlageberater zur Zahlung zum Schadensersatz insgesamt i.H.v. EUR 84.109,05. Dabei sprach das Gericht der Anlegerin auch einen geltend gemachten entgangenen Gewinn i.H.v. EUR 17.240,97 zu. Denn die Klägerin hätte in Kenntnis aller mit den streitgegenständlichen Fonds einhergehenden Anlagerisiken eine Geldanlage in einem Festgeld mit einer Laufzeit von vier bis fünf Jahren vorgezogen. Anspruchsmindernd waren lediglich zugeflossene Ausschüttungen zu berücksichtigen. Rechtsanwalt Renner äußerte sich in diesen Zusammenhängen: "Diese Entscheidung des Landgerichts Trier setzt die in Fragen von Aufklärungspflichten anlegerfreundliche Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs fort. Diese Entscheidung wird anderen Anlegern Mut machen, die richtigen Schritte zu gehen."
vgl. Sie auch: [1]

Der Initiator des Fonds HCI Renditefonds III GmbH & Co. KG ist das Emissionshaus HCI Capital AG. Die HCI Gruppe wurde 1985 gegründet. Seither platzierte die HCI Gruppe geschlossene Fonds nach eigenen Angaben bei einem Gesamtvolumen von ca. EUR 15 Milliarden, darunter u.a. Schiffsfonds, Immobilienfonds und Zweitmarktlebensversicherungsfonds.
Die Emission der HCI Renditefonds GmbH & Co. KG erfolgte 2003. Die Gesellschaft ist in Form stiller Beteiligungen an anderen Kommanditgesellschaften beteiligt. Originär wurden folgende Schiffs betrieben: das Containerschiff MS Katharina S, das Containerschiff MS Antje Wulff, das Containerschiff MS Thomas Mann, das Containerschiff MS Jandavid S, das Containerschiff MS Gerd und der Produktentanker MS Cielo di Parigi. Das Investitionsvolumen bei Platzierung betrug EUR 14.300.000,00.

Naturgemäß ist eine unternehmerische Beteiligung mit Chancen und Risiken verbunden. Chancen liegen u.a. in der Perspektive, Gewinne zu erwirtschaften, sei es durch Ausschüttungen oder eine Steigerung des Beteiligungsvermögens. Doch sind das Chancen, die nicht garantiert werden können. Demgegenüber besteht spiegelbildlich u.a. das Verlustrisiko.

Autor und Ansprechpartner:

Rechtsanwalt Ralf Renner
- Rechtsanwalt und gelernter Bankkaufmann -

Tel.: 030 / 810 030 - 22

Rechtsanwalt Ralf Renner berät und vertritt Anleger.

Das Spezialgebiet von Rechtsanwalt Ralf Renner sind Rechtsfragen geschlossener Fonds, in dem er über umfassende jahrelange Erfahrungen verfügt. In diesen Zusammenhängen treten Anleger an einen Rechtsanwalt heran, wenn sie prüfen lassen wollen, welche Rechte und Ansprüche bestehen. Denn pauschale Aussagen verbieten sich. In jedem Fall ist eine Einzelfallprüfung geboten.

Schadensersatzansprüche gegen einen Anlageberater oder eine Bank können bestehen, wenn über wesentliche Aspekte nicht hinreichend aufgeklärt wurde. Ein erfahrener Rechtsanwalt kann feststellen, ob Schadensersatzansprüche bestehen und wie hoch die Chancen für eine erfolgreiche Durchsetzung sind.

Kanzlei Renner
Wir sind eine auf die Materien des Kapitalanlagerechts spezialisierte Anwaltskanzlei. Nach unserem Selbstverständnis ist anwaltliche Arbeit eine juristische Dienstleistung, die sich an den Bedürfnissen des Mandanten zu orientieren hat. Wir möchten Sie frühzeitig rechtlich beraten, um Rechtsstreitigkeiten vermeiden zu helfen. Denn im Alltag besteht ein Ungleichgewicht zugunsten des besser Informierten und Beratenen. Wir wollen erreichen, dass sich von vornherein dieses Ungleichgewicht nicht zu Ihren Lasten auswirkt. Insofern eine gerichtliche Auseinandersetzung unausweichlich wird, vertreten wir selbstverständlich deutschlandweit vor Gericht.


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Autor:
[R/R]


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Artikel vom 04.06.2015


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