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DS-Rendite-Fonds Nr. 111 DS PERFORMER und DS POWER: OLG Stuttgart verurteilt vermittelnde Bank

VON RALF RENNER meist gelesen

DS-Rendite-Fonds Nr. 111 DS PERFORMER und DS POWER: OLG Stuttgart verurteilt vermittelnde Bank Das Oberlandesgericht Düsseldorf als Berufungsgericht in zweiter Instanz verurteilte eine Bank wegen einer Falschberatung in Zusammenhängen der Schiffsbeteiligung DS-Rendite-Fonds Nr. 111 DS PERFORMER und DS POWER GmbH & Co. Aframaxtanker KG (nachstehend zitiert: DS-Rendite-Fonds Nr. 111). Der Entscheidung lag zugrunde, dass ein Anleger insbesondere auf Empfehlung seiner Hausbank die Beteiligung bei einer Anlagesumme i.H.v. EUR 40.000,00 zeichnete. Der Fonds DS-Rendite-Fonds Nr.111 ist ein geschlossener Schiffsfonds mit Chancen und Risiken. Chancen liegen u.a. in der Perspektive, Gewinne zu erwirtschaften, sei es durch Ausschüttungen oder eine Steigerung des Beteiligungsvermögens. Doch sind das Chancen, die nicht garantiert werden können. Demgegenüber besteht ein Verlustrisiko. Der Fonds DS-Rendite-Fonds Nr.111 wurde 2005 von der Dr. Peters GmbH & Co. Emissionshaus KG aufgelegt. Im Laufe des Verfahrens wurde der vermittelnden Bank vorgehalten, dass sie zum einen nicht hinreichend über die Verlustrisiken informierte und zudem Innenprovisionen, die sie für die Vermittlung erhielt, verschwieg. Es konnte der Bank schließlich nachgewiesen werden, dass die Bank es unterliess, über die Innenprovisionen i.H.v. 19% des Kommanditkapitals zu informieren. Die Prospektunterlagen wurden nur wenige Tage vor der Fondszeichnung überlassen. Das Gericht war der Ansicht, dass damit dem Anleger nicht genügend Zeit verblieb, um sich mit der empfohlenen Schiffsbeteiligung sachgerecht auseinanderzusetzen. Im Ergebnis folgte das Oberlandesgericht Düsseldorf der Argumentation der Klägerseite und verurteilte die vermittelnde Bank zum Schadensersatz. Die gesetzliche Rechtsfolge ist, dass die Bank dem Anleger die Beteiligungssumme unter Abzug etwaiger Vorteile zurückzuerstatten hat, d.h. dass der Anleger gegen Rückzahlung der Beteiligungssumme u.a. die Beteiligung rückzuübertragen und etwaige weitere Vorteile herauszugeben hat. Damit wurde das Ziel der Klägerseite erreicht. Rechtsanwalt Renner äußerte dazu: "Ich fordere, dass Banken ihre Kunden vor der Anlageentscheidung über Vertriebsprovisionen aufzuklären haben. Denn dem Bankkunden sollte ermöglicht sein, das Umsatzinteresse seiner Bank einzuschätzen und sich ein Urteil zu bilden, ob seine Bank eine Empfehlung nur aus einem eigenen Verdienstinteresse ausspricht. Wenn eine Bank das aber unterlässt, dann macht sie sich schadensersatzpflichtig und muss rückabwickeln."

vgl. Sie: [1]

Autor und Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Ralf Renner
- Rechtsanwalt und gelernter Bankkaufmann -
Tel.: 030 / 810 030 - 22

Rechtsanwalt Renner vertritt zahlreiche geschädigte Fondsanleger gegen Banken.

Das Spezialgebiet von Rechtsanwalt Ralf Renner sind geschlossener Fonds, in dem er über umfassende jahrelange Erfahrungen verfügt. In diesen Zusammenhängen treten Anleger an einen Rechtsanwalt heran, wenn sie bei der Fondszeichnung nicht zutreffend informiert und nicht richtig beraten fühlen. Denn ein Anlageberater hat über alle Umstände, die für Anlageentscheidung des Kunden wesentlich sind, zutreffend, verständlich und vollständig zu informieren. Schadensersatzansprüche sollten geprüft werden, wenn auf die Anlagerisiken nicht genügend hingewiesen wurde oder nicht offensichtliche Innenprovisionen (sogenannte kick-back-Zahlungen) verschwiegen wurden. In jedem Fall ist eine Einzelfallprüfung geboten. Ein erfahrener Rechtsanwalt kann feststellen, ob Schadensersatzansprüche bestehen und wie hoch die Chancen für eine erfolgreiche Durchsetzung sind.

Kanzlei Renner

Wir sind eine auf die Materien des Kapitalanlagerechts spezialisierte Anwaltskanzlei. Nach unserem Selbstverständnis ist anwaltliche Arbeit eine juristische Dienstleistung, die sich an den Bedürfnissen des Mandanten zu orientieren hat. Wir möchten Sie frühzeitig rechtlich beraten, um Rechtsstreitigkeiten vermeiden zu helfen. Denn im Alltag besteht ein Ungleichgewicht zugunsten des besser Informierten und Beratenen. Wir wollen erreichen, dass sich von vornherein dieses Ungleichgewicht nicht zu Ihren Lasten auswirkt. Insofern eine gerichtliche Auseinandersetzung unausweichlich wird, vertreten wir selbstverständlich deutschlandweit vor Gericht.


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Autor:
[R/R]


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Artikel vom 29.06.2015


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