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MPC MS "Santa-B Schiffe": LG Hamburg spricht Anleger Schadensersatz zu, weil Bank Provisionen verschwieg

VON RALF RENNER meist gelesen

MPC MS „Santa-B Schiffe“: LG Hamburg spricht Anleger Schadensersatz zu, weil Bank Provisionen verschwieg Das Landgericht Hamburg verurteilte eine Bank wegen einer Falschberatung in Zusammenhängen des Fonds MPC MS "Santa-B Schiffe" mbH & Co. KG (nachstehend zitiert: MPC MS Santa-B Schiffe) und einem weiteren Schiffsfonds zum Schadensersatz. Der Entscheidung lag zugrunde, dass ein Anleger auf Empfehlung seiner Hausbank die Beteiligung bei einer Anlagesumme i.H.v. EUR 10.000,00 zeichnete. Der Fonds MPC MS Santa-B Schiffe ist ein geschlossener Schiffsfonds mit Chancen und Risiken. Chancen liegen u.a. in der Perspektive, Gewinne zu erwirtschaften, sei es durch Ausschüttungen oder eine Steigerung des Beteiligungsvermögens. Doch sind das Chancen, die nicht garantiert werden können. Demgegenüber besteht ein Verlustrisiko. Der Anleger trug im Laufe des Gerichtsverfahrens vor, dass ihm lediglich eine Abwicklungsgebühr i.H.v. 5% des Kommanditkapitals bekannt war, doch dass er von weiteren darüber hinaus reichenden Provisionen nicht wußte. Doch es ergab sich, dass die Bank Provisionen von mehr als 20% des Kommanditkapitals erhielt. Der Kläger hätte in Kenntnis dieser Provisionen die Beteiligung nicht gezeichnet. Das Landgericht Hamburg schloss sich der Ansicht der Klägerseite an, dass die Bank verpflichtet war, den Kläger über dieser Provisionen vor der Zeichnung zu informieren und verurteilte die Bank zum Schadensersatz. Rechtsanwalt Renner äußerte dazu: "Ich fordere, dass Banken ihre Kunden vor der Anlageentscheidung über Vertriebsprovisionen aufzuklären haben. Denn dem Bankkunden sollte ermöglicht sein, das Umsatzinteresse seiner Bank einzuschätzen und sich ein Urteil zu bilden, ob seine Bank eine Empfehlung nur aus einem eigenen Verdienstinteresse ausspricht. Wenn eine Bank das aber unterlässt, dann macht sie sich schadensersatzpflichtig und muss rückabwickeln."

Vgl.: [1]

Autor und Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Ralf Renner
- Rechtsanwalt und gelernter Bankkaufmann -
Tel.: 030 / 810 030 - 22

Rechtsanwalt Renner vertritt zahlreiche geschädigte Fondsanleger gegen Banken.

Das Spezialgebiet von Rechtsanwalt Ralf Renner sind geschlossener Fonds, in dem er über umfassende jahrelange Erfahrungen verfügt. In diesen Zusammenhängen treten Anleger an einen Rechtsanwalt heran, wenn sie bei der Fondszeichnung nicht zutreffend informiert und nicht richtig beraten fühlen. Denn ein Anlageberater hat über alle Umstände, die für Anlageentscheidung des Kunden wesentlich sind, zutreffend, verständlich und vollständig zu informieren. Schadensersatzansprüche sollten geprüft werden, wenn auf die Anlagerisiken nicht genügend hingewiesen wurde oder nicht offensichtliche Innenprovisionen (sogenannte kick-back-Zahlungen) verschwiegen wurden. In jedem Fall ist eine Einzelfallprüfung geboten. Ein erfahrener Rechtsanwalt kann feststellen, ob Schadensersatzansprüche bestehen und wie hoch die Chancen für eine erfolgreiche Durchsetzung sind.

Kanzlei Renner

Wir sind eine auf die Materien des Kapitalanlagerechts spezialisierte Anwaltskanzlei. Nach unserem Selbstverständnis ist anwaltliche Arbeit eine juristische Dienstleistung, die sich an den Bedürfnissen des Mandanten zu orientieren hat. Wir möchten Sie frühzeitig rechtlich beraten, um Rechtsstreitigkeiten vermeiden zu helfen. Denn im Alltag besteht ein Ungleichgewicht zugunsten des besser Informierten und Beratenen. Wir wollen erreichen, dass sich von vornherein dieses Ungleichgewicht nicht zu Ihren Lasten auswirkt. Insofern eine gerichtliche Auseinandersetzung unausweichlich wird, vertreten wir selbstverständlich deutschlandweit vor Gericht.

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Artikel vom 30.06.2015


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