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Prorendita Drei GmbH & Co. KG: LG Frankfurt a.M. verurteilt Bank wegen Falschberatung

VON RALF RENNER meist gelesen

Prorendita Drei GmbH & Co. KG: LG Frankfurt a.M. verurteilt Bank wegen Falschberatung Das Landgericht Frankfurt a.M. entschied über eine Klage wegen einer Beteiligung an der Prorendita Drei GmbH & Co. KG gegen die vermittelnde Bank. Der Entscheidung lag zugrunde, dass eine Bankkundin und ihr verstorbener Ehemann, für den nunmehr eine Erbengemeinschaft klagte, auf Empfehlung der Hausbank bei einer Anlagesumme i.H.v. EUR 30.000,00 eine Beteiligung an dem Fonds Prorendita Drei GmbH & Co. KG zeichneten. Im Zuge des Gerichtsverfahrens wurde der Bank vorgeworfen, dass nicht vollständig über die mit dem Fonds typischerweise verbundenen Anlagerisiken aufgeklärt wurde. Denn ursprünglich wollten die Anlegerin und ihr verstorbener Ehemann eine konservative Anlagestrategie verfolgen. Denn gewollt war eine sichere Altersvorsoge, wie in dem Gerichtsverfahren vorgetragen wurde. Doch der Anlageberater empfahl die Zeichnung den Fonds Prorendita Drei GmbH & Co. KG. Die Anlegerin war der Ansicht, falsch beraten worden zu sein. Dabei berief sich die Anlegerin u.a. darauf, dass der Anlageberater nicht auf die typischen Anlagerisiken hinwies. Der Bank wurde u.a. vorgehalten, dass in dem Beratungsgespräch nicht auf das Totalverlustrisiko, das Risiko der eingeschränkten Fungibilität und das Nachhaftungsrisiko hingewiesen wurde. Denn der Fonds Prorendita Drei GmbH & Co. KG ist mit Chancen und Risiken verbunden. Chancen liegen u.a. in der Perspektive, Gewinne zu erwirtschaften, sei es durch Ausschüttungen oder eine Steigerung des Beteiligungsvermögens. Doch sind das Chancen, die nicht garantiert werden können. Demgegenüber besteht ein Verlustrisiko. Die Klägerin und ihr verstorbener Ehemann waren sich nicht bewusst, welche Anlagerisiken mit einem Fonds verbunden sind. Die Beklagte konnte auch die Vermutung für aufklärungsrichtiges Verhalten nicht widerlegen. Denn die Anlegerin äußerte im Laufe des Verfahrens, sie hätte die Beteiligung nicht gezeichnet, wenn sie von den Anlagerisiken gewusst hätte. Das Gericht stellte fest, dass der Anlageberater verpflichtet war, über alle Umstände sachlich richtig und vollständig zu unterrichten, die für die Entschließung eines Anlegers von wesentlicher Bedeutung sein könnten. Im Ergebnis folgte das Landgericht Frankfurt a.M. der Argumentation der Klägerseite und verurteilte die Bank zum Schadensersatz. Demgemäß wird bei Vorteilsausgleichung rückabgewickelt. Damit wurde das Ziel der Klägerseite erreicht. Rechtsanwalt Ralf Renner äußerte sich in diesen Zusammenhängen: "Diese Entscheidung des Landgerichts Landgericht Frankfurt a.M. setzt die in Fragen von Aufklärungspflichten anlegerfreundliche Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs fort. Diese Entscheidung wird anderen Anlegern Mut machen, die richtigen Schritte zu gehen."

vgl. Sie weitere Infos: [1]

Autor und Ansprechpartner:
Rechtsanwalt Ralf Renner
- Rechtsanwalt und gelernter Bankkaufmann -
Tel.: 030 / 810 030 - 22

Rechtsanwalt Renner vertritt zahlreiche geschädigte Fondsanleger gegen Banken.

Das Spezialgebiet von Rechtsanwalt Ralf Renner sind geschlossener Fonds, in dem er über umfassende jahrelange Erfahrungen verfügt. In diesen Zusammenhängen treten Anleger an einen Rechtsanwalt heran, wenn sie bei der Fondszeichnung nicht zutreffend informiert und nicht richtig beraten fühlen. Denn ein Anlageberater hat über alle Umstände, die für Anlageentscheidung des Kunden wesentlich sind, zutreffend, verständlich und vollständig zu informieren. Schadensersatzansprüche sollten geprüft werden, wenn auf die Anlagerisiken nicht genügend hingewiesen wurde. In jedem Fall ist eine Einzelfallprüfung geboten. Ein erfahrener Rechtsanwalt kann feststellen, ob Schadensersatzansprüche bestehen und wie hoch die Chancen für eine erfolgreiche Durchsetzung sind.


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Autor:
[R/R]


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Artikel vom 01.09.2016


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