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Premiere der Karl May Spiele Gföhl ins Wasser gefallen
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| VON HEINZ-GERD STRICKER |
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Geschichte wiederholt sich. Wie auch 2002, wurden die Karl May Spiele Gföhl bei ihrer Premiere der Inszenierung „Der Schatz im Silbersee“ von Wassermassen überrascht und mussten ihre Premiere abbrechen. Nach rund 40 Minuten Spielzeit öffnete Petrus sämtliche Pforten des Himmels und ließ die bis dahin zufriedenen Premierenbesucher die Tribünen verlassen. Regisseur Friedrich Grud reagierte schnell und verlagerte die Pause von 30 Minuten sofort vor, um noch eine Möglichkeit zu finden, die Inszenierung fortzusetzen. Leider verschlimmerte sich die Wetterlage und so blieb dem Veranstalter nichts anderes übrig als abzubrechen. Das Produktionsteam verkündete diese Nachricht und das zahlende Publikum bedankte sich mit großem Applaus dafür, dass die Eintrittskarten ihre Gültigkeit behalten und die Besucher jederzeit wiederkommen können.
Bis zum Abbruch wurde dem Publikum sowie sieben (!) Fernsehteams und etlichen Vertretern von Printmedien, eine rasante und gute „Silbersee“ Geschichte erzählt, die beim Publikum mit viel Applaus und etlichen Lachern angenommen wurde. Bei den Auftritten von Baulöwe Richard Lugner konnte sich das Publikum kaum beherrschen. Lugner, der etliche Versprecher hatte, wurde vom breiten Publikum gefeiert. Auch seine Texthänger nahm das Publikum mit Applaus an. Es ist schon faszinierend welche Wirkung Richard Lugner in Österreich hat. Natürlich war Lugner nicht alleine, sondern brachte seine „Mausi“ seine „Katzi“ und seinen Manager mit nach Gföhl.
Nach den Eindrücken der Generalprobe am Donnerstag sowie dem ersten Teil der offiziellen Premiere, kann man dem Team um Friedrich Grud nur gratulieren. Die Inszenierung ist schnell, bietet einige schöne Momente und hat mit Thomas Schüler einen Bösewichten wie er im Buche steht. Ganz besonders stark zeigt sich Schüler als er “Colonel Brinkley”, einem Südstaaten Colonel, aufs Korn nimmt und herrlich fies und abwertend “Oh, I wish I was in the land of cotton, Old times there are not forgotten, Look away, look away, look away Dixie Land” singt.
Überhaupt wusste das Ensemble mit einigen Abstrichen zu gefallen. Das von Grud geschriebene Textbuch orientiert sich stark an der Silbersee Verfilmung, gepaart mit einigen erfreulich, frischen Elementen.
Für die lustigen Momente sind „Die Männer“, Wolfgang Gruber als „Lord Castlepool“ sowie Max Mayrhofer als „Sam Hawkens“ verantwortlich und machen ihre Sache sehr gut. Zwar ist die Figur des „Sam Hawkens“, wie nahezu auf jeder Karl May Bühne, mehr Kauz als Scout, was in dieser Inszenierung aber weniger schlimm ist.
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