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Nationales Tumorboard

VON SABINE ALTMANN meist gelesen

Nationales Tumorboard Interdisziplinäre Therapieplanung auf höchstem Niveau!

Düsseldorf, 2. Februar 2011 Eine individuell zugeschnittene Behandlung nach den aktuellen Standards der Medizin zu erhalten, die zudem auf dem Konsens führender Spezialisten aus deutschen Krankenhäusern und Kliniken beruht, ist ein Bedürfnis der meisten an Krebs erkrankten Menschen. Um diesem Bedürfnis gerecht zu werden, schlägt die Frauenklinik des Florence-Nightingale-Krankenhauses der Kaiserswerther Diakonie einen neuen Weg ein. Im Rahmen einer nationalen Tumorkonferenz beraten lokale und überregionale Spezialisten über die Behandlung besonders schwieriger Fälle aus der gynäkologischen Onkologie. Auf der Basis nationaler und internationaler Therapieempfehlungen und neuster wissenschaftlichen Erkenntnisse erarbeiten sie einen detaillierten Therapieplan. Der betroffenen Patientin wird auf Wunsch eine Zweit- oder Drittmeinung aus einer Hand geboten.

Die Behandlung von Krebserkrankungen hat in den letzten Jahren entscheidende Fortschritte verzeichnet. Angesichts der Komplexität der Tumorerkrankungen, des zumeist multimodalen Therapieregimes und der individuellen Krankheitsverläufe ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachärzte eine wichtige Anforderung an ein gutes Therapiemanagement. Die Entscheidung, wann welche Behandlung bei welchem Patienten am besten und sinnvollsten eingesetzt werden sollte, verlangt ein Höchstmaß an Erfahrung. Diese Herausforderungen führten in vielen Kliniken zur Gründung interdisziplinärer Tumorkonferenzen, an denen Ärzte der verschiedenen Fachabteilungen wie Chirurgie, Gynäkologie, Pathologie, Strahlentherapie etc. teilnehmen und ihre klinischen Erfahrungen austauschen. Die teilweise recht hohe Heterogenität des persönlichen Kenntnisstandes kann allerdings die Entscheidungsfindung im multidisziplinären Team erschweren und nachträglich sogar Änderungen in dem durch die Tumorkonferenz festgelegten Behandlungsplan erforderlich machen.

Nationales Tumorboard: gebündelte Expertise

An der Frauenklinik des Florence-Nightingale-Krankenhauses in Düsseldorf schlug man einen neuen Weg ein, indem man in der interdisziplinären Therapieplanung noch einen entscheidenden Schritt weiter ging. Unter der Leitung von Prof. Dr. med. Björn Lampe, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, wurde nach intensiver Vorbereitung ein nationales Tumorboard eingerichtet. Anders als bei den lokalen Tumorkonferenzen sind dem nationalen Tumorboard zusätzlich zu dem lokalen Ärzteteam elf ausgewiesene Spezialisten aus dem gesamten Bundesgebiet per Internet zugeschaltet. Diese externen Experten gehören den unterschiedlichen Organkommissionen an und weisen dementsprechend eine hohe Erfahrung bei speziellen Tumorentitäten wie bei-spielsweise Mamma-, Zervix-, Ovarial- Vulva- oder Endometriumkarzinom auf. Durch diese Zusammensetzung ist ein hohes Niveau der Fallbesprechungen gewährleistet. Das Ziel der nationalen Tumorkonferenz besteht für Prof. Lampe darin, den betroffenen Patientinnen eine Beratung auf höchstem Niveau zukommen zu lassen und ihnen ein den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechendes Behandlungskonzept zu unterbreiten. Kontroverse Diskussionen innerhalb des Expertengremiums sind dabei durchaus erwünscht. Gerade bei jüngeren Patientinnen oder bei einem Rezidiv erfordert die Therapieentscheidung eine besondere Expertise.

Dies belegt das Fallbespiel von Frau P. Bei der 22-Järhigen war bei einer Zystenausschälung der Ovarien ein Borderline-Tumor aufgefallen. Trotz starken Kinderwunsches wurde der Patientin eine Entfernung der Ovarien angeraten. Die behandelnde Gynäkologin stellte die Befunde von Frau P. dem nationalen Tumorboard zur Zweitbegutachtung vor, wobei sie auf den Kinderwunsch der Patientin hinwies. Das Expertengremium entschied sich in diesem speziellen Fall für ein fertilitätserhaltendes operatives Vorgehen und eine engmaschige Nachbeobachtung.

Die nationale Tumorkonferenz findet ab sofort an jedem ersten Mittwoch im Monat statt. Um fundierte Entscheidungen treffen zu können, müssen alle in den Tumorboards vorzustellenden Patientinnen vorab online schriftlich angemeldet werden (www.nationales-tumorboard.de). Befunddaten, Röntgenbilder und Therapiedaten werden den Teilnehmern 24 Stunden vor Kon-ferenzbeginn in anonymisierter Form als Powerpoint-Präsentation zur Verfügung gestellt. In der Konferenz wird die Planung der individuellen Behandlungsschritte der jeweiligen Patientin nach den Vorgaben nationaler und internationaler Leitlinien abgestimmt und dokumentiert. Auf diese Weise ist die Sicherung der Behandlungsqualität gewährleistet. Gemeinsam wird darüber entschieden, welche Therapie (Operation, Bestrahlung, Chemotherapie) die be-ste ist und in welcher zeitlichenReihenfolge die Maßnahmen zum Einsatz kommen sollen. Der die jeweilige Patientin betreuende niedergelassene Arzt hat die Möglichkeit, sich via Internetbrowser direkt in die Tumorkonferenz einzuwählen. Da er die Patientin und ihre persönlichen Bedürfnisse am besten kennt, kann er bestimmte Behandlungsalternativen, die von der Patientin nicht gewünscht sind, von vornherein ausschließen. Für das Expertenpanel kann das ein deutlicher Informationsgewinn darstellten. Nach der Konferenz erhält der behandelnde Arzt ein Tumorprotokoll mit den Empfehlungen des Expertengremiums.

Den teilnehmenden Ärzten bietet die interdisziplinäre Falldiskus-sion ein äußerst effektives Forum in Sinne der Aus-, Fort- und Wei-terbildung. Die gemeinsame Erstellung eines maßgeschneiderten Therapiekonzeptes für eine individuelle Patientin verlangt von jedem einzelnen Teilnehmer die aktive Auseinandersetzung mit den aktuellen Therapieleitlinien und intensive Aufarbeitung der aktuellen Fachliteratur und Studiendaten. Auch interessierte niederge-lassene Gynäkologen haben die Möglichkeit nach Voranmeldung die Fallbesprechungen per Internet zu verfolgen. Nach der Einwahl in das passwortgeschützte, bedienerfreundliche Online-Programm ist allen Teilnehmern gleichzeitig die Ansicht der Patientendoku-mente möglich.

Betroffene Patientinnen - vor allem Frauen mit komplexen Krankheitsbildern, für die auch die Leitlinien keine klaren Therapieoptionen nennen - können unter mehreren Aspekten von der Vorstellung ihres Krankheitsfalls in der nationalen Tumorkonferenz profitieren: Ihnen wird eine Behandlung angeboten, die auf dem Konsens des überregionalen Expertengremiums beruht. Außerdem haben sie die Möglichkeit, vor Behandlungsbeginn eine Zweit- oder Drittmeinung einzuholen, ohne dass sie sich zu einem ande-ren Arzt oder in eine andere Klinik begeben müssten.

Höchste Qualitätsstandards

Prof. Lampe weist eine international anerkannte Expertise in der Karzinomchirurgie und in der gynäkologischen Onkologie auf. Einer seiner Schwerpunkte ist die multiviszerale Chirurgie bei Ovarial- und Zervixkarzinom. Die Qualitätssicherung in der Onkologie ist dem Frauenarzt ein besonders Anliegen. Zudem ist Professor Lampe Mitglied der Society of Pelvic Surgeons (SPS). Es handelt sich um die international wohl renommierteste gynäkologisch-chirurgische Vereinigung mit nur 150 Mitgliedern weltweit und strengen Aufnahmekriterien. Seit 2007 hat er die Position als Chefarzt an der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Flo-rence-Nightingale-Krankenhauses der Kaiserswerther Diakonie inne. Schon jetzt gehört die Klinik als eines der zehn ersten zertifizierten Genitalzentren zu den führenden Frauenkliniken in Deutschland. Als europäisches Krebszentrum ist sie mit einem hohen Anforderungsprofil gemäß der ESGO (European Society of Gynaecology Oncology) akkreditiert. Zudem ist die Zertifizierung als Ausbildungsklinik durch die EBCOG (European Board and Col-lege of Obstetrics and Gynaecology) gewährleistet. Mit der Etablierung des krankenhausübergreifenden nationalen Tumorboards und der Zusammenarbeit mit Spezialisten aus dem gesamten Bundesgebiet unterstreicht die Frauenklinik des Florence-Nightingale-Krankenhauses ihre Position und ihre Forderung nach maximalen Qualitätsstandards in der Krebstherapie noch weiter.

Die Kaiserswerther Diakonie, 1836 von Theodor und Friederike Fliedner gegründet, zählt mit mehr als 2300 Beschäftigten zu den großen diakonischen Unternehmen in Deutschland. Das Florence-Nightingale-Krankenhaus mit mehr als 600 Betten in elf Fachkliniken, Altenhilfe- und Pflegeeinrichtungen, Jugend- und Behindertenhilfe gehören ebenso dazu wie verschiedene berufsbildende Schulen mit rund 1700 Ausbildungsplätzen, ein umfangreiches Weiterbildungsangebot, eine Buchhandlung, die Fliedner-Kulturstiftung mit Archiv, Fachbibliothek und Museum, ein Hotel mit Tagungszentrum sowie die

Kaiserswerther Schwesternschaft mit 140 Mitgliedern.


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Autor:
[S/A]


Homepage:

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Artikel vom 02.02.2011


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