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Infos zum Mammographie-Screening-Programm Hamm-Unna-Märkischer Kreis

VON MICHAEL SCHORSCH meist gelesen

"Mammographie-Screening" ist ein Programm, das sich zum Ziel gesetzt hat, bei Frauen in der Altersgruppe zwischen 50 und 70 Jahren Brustkrebs möglichst früh zu entdecken, die Zahl der Brustkrebstodesfälle in Deutschland zu senken und bei einer Krebserkrankung eine schonendere Behandlung zu ermöglichen.

Alle Frauen dieser Altersgruppe erhalten von einer zentralen Stelle eine schriftliche Einladung. Sie haben aber auch die Möglichkeit sich selbst einzuladen. Termine können unter der Tel.-Nr. 0251/929 50 00 mit der Zentralen Stelle Westfalen-Lippe vereinbart werden. Die Teilnahme am Screening-Programm ist freiwillig.

Seit 2006 besteht die Mammographie-Screening-Einheit Hamm, Unna und Märkischer Kreis, in der die Mammographie-Untersuchungen stattfinden. Diese werden von den programmverantwortlichen und speziell fortgebildeten Ärzten Dr. Klaus Meydam (Unna) und Belé Dablé (Schwerte) geleitet, die für das Screening eine besondere Zulassung erhalten haben.

In einer ruhigen und angenehmen Atmosphäre stehen den Klientinnen besonders qualifizierte medizinische Röntgenassistentinnen während der gesamten Untersuchungszeit auch bei Fragen und Unsicherheiten zur Seite. In Abständen von zwei Jahren werden bei den teilnehmenden Frauen Aufnahmen der weiblichen Brust (Mammographie) angefertigt. Bei unauffälligem Befund werden die Frauen in zwei Jahren wieder eingeladen.

Sollte sich auf den Mammographieaufnahmen eine Auffälligkeit zeigen, werden weitere Untersuchungen zur Abklärung vorgenommen. Hierzu gehören eine Ultraschalluntersuchung und mammographische Zielaufnahmen. Gleichzeitig findet ein intensives Arzt-Patientinnen-Gespräch statt. Bei Veränderungen, die auf eine Brustkrebserkrankung hinweisen können, werden Gewebeproben entnommen. Die Ergebnisse dieser Abklärungsuntersuchungen werden von allen beteiligten Ärzten gemeinsam ausgewertet und besprochen. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass sich bei ca. 80% der Frauen, die wegen einer auffälligen Mammographie erneut eingeladen wurden, der Brustkrebsverdacht nicht bestätigt. In seltenen Fällen kann jedoch auch zwischen zwei Mammographien ein Brustkrebs entstehen und zu Beschwerden und Symptomen führen. Deswegen ersetzt das Screening-Programm nicht die jährliche Krebsfrüherkennungs-Untersuchung bei der Frauenärztin oder dem Frauenarzt.

Es werden strenge Qualitätsanforderungen an das Screening-Personal, die teilnehmenden Ärzte und die Geräte gestellt. Durch den Einsatz hochwertiger und streng kontrollierter Mammographiegeräte wird die Strahlenbelastung sogar auf ein Minimum reduziert.

Das Mammographie-Screening-Programm ist in den Europäischen Leitlinien festgeschrieben.

Öffentlich unterstützt wird das Screening-Programm u. a. von der Fernsehmoderatorin Bettina Boettinger.

Weitere Informationen zum gesamten Mammographie-Screening-Programm kann man im Internet unter  www.screening-online.de erhalten.


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Autor:
[M/S]


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Artikel vom 20.05.2010


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