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Regionale Ärztebefragung im Auftrag des BVMed

VON MANFRED BEERES meist gelesen

Ärzte in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sehen künftige medizinische Versorgung besonders pessimistisch

Berlin. Die Leistungsfähigkeit des deutschen Gesundheitssystems gerät nach Ansicht der Ärzte in Deutschland zunehmend in Gefahr. Während die gegenwärtige Situation von der überwiegenden Mehrheit der Ärzte noch für gut befunden wird, befürchten 78 Prozent in den kommenden vier Jahren eine deutliche Verschlechterung der Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems. Mit 86 Prozent sind die Mediziner aus Nordrhein-Westfalen am pessimistischsten. Das zeigen die nun vorliegenden regionalen Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von 400 Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen durch Kantar Health im Auftrag des Bundesverbandes Medizintechnologie, BVMed.

Bereits die aktuelle Versorgungssituation weist nach Meinung der Befragten deutliche Lücken auf: Nur 70 Prozent geben an, ihren Patienten immer die benötigten medizinischen Therapien anbieten zu können. Bei den Ärzten aus Baden-Württemberg sind es sogar nur 60 Prozent, während in Schleswig-Holstein und Hamburg noch 87 Prozent der Mediziner ihren Patienten die notwendigen Therapien verordnen können.

Um die Qualität der Patientenversorgung erhalten zu können, forderten die Befragten vor allem weniger Bürokratie (95 Prozent), bessere sektorenübergreifende Versorgungskonzepte (70 Prozent) sowie den stärkeren Einsatz innovativer Medizintechnologien (55 Prozent). Mehr als zwei Drittel aller befragten Ärzte messen medizintechnologischen Innovationen große Bedeutung bei, die Kardiologen sprachen sich sogar einstimmig für die Wichtigkeit von medizintechnologischen Innovationen für Ihre Tätigkeit aus.

Ein Drittel der deutschen Mediziner sieht jedoch eine deutliche Verschlechterung des Zugangs gesetzlich Versicherter zu innovativen medizintechnologischen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden im Vergleich zu den vergangenen fünf Jahren. Bei den baden-württembergischen Ärzten glauben dies sogar 44 Prozent.

BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt bewertete die Ergebnisse der Umfrage als klares Signal für die Notwendigkeit einer innovationsfreundlicheren Gesundheitspolitik: "Zur Verbesserung der Patientenversorgung müssen das Innovationsklima in Deutschland weiter optimiert, die bürokratischen Hürden verringert und die Wahlmöglichkeiten der Versicherten gestärkt werden."

Die Ärztebefragung ist Teil der Informationskampagne "Der Mensch als Maßstab. Medizintechnologie" des BVMed. Damit will der BVMed die Wertigkeit, Innovationskraft und Faszination von Medizintechnologien verdeutlichen. Information zu der Kampagne gibt es im Intenet unter:  www.massstab-mensch.de .

Hinweis an die Medien:

Infografiken zur Ärzebefragrung finden Sie hier: [1]

Druckfähiges Bildmaterial (Imagebilder Gesundheitswirtschaft) finden Sie kostenfrei unter: [2]

V.i.S.d.P.:

Manfred Beeres M.A.
Leiter Kommunikation/Presse
BVMed - Bundesverband Medizintechnologie
Reinhardtstr. 29 b
D - 10117 Berlin

Tel.: +49 (0)30 246 255-20
Fax: +49 (0)30 246 255-99
Internet:  www.bvmed.de


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Autor:
[M/B]


Artikel vom 31.08.2010


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