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Sinn-Stiftung: Medikamente können die Beziehungsebene nicht herstellen

VON FALK AL-OMARY meist gelesen

Sinn-Stiftung: Medikamente können die Beziehungsebene nicht herstellen Projekt Via nova gewährleistet nachhaltige und ganzheitliche Unterstützung bei AD(H)S

München / Schloss Holte-Stukenbrock. Das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom AD(H)S gehört zu den wenigen Gesundheitsthemen, die schon seit vielen Jahren in den Medien und im politischen Diskurs sind. AD(H)S ist ein Dauerthema, wohl auch deshalb, weil es Kinder, Eltern und das schulische und gesellschaftliche Umfeld vor große Herausforderungen stellt. Sogenannte Zappelphilipp-Kinder sind oft unkonzentriert, reagieren aggressiv oder fallen durch ihre psychosoziale Störung in der Schule auf. Oft sehen Ärzte, Therapeuten und die betroffenen Eltern in einer medikamentösen Behandlung den einzigen Weg. Doch es gibt eine gute Alternative.

"Das Projekt Via nova der Sinn-Stiftung setzt verstärkt auf die psychosoziale Komponente von AD(H)S-Konstellationen", erklärt Christian Rauschenfels, Gründer und Vorstandsvorsitzender der im deutschsprachigen Raum aktiven Sinn-Stiftung mit Geschäftsstellen in München, Schloss Holte, Solothurn in der Schweiz und Linz in Österreich.

Initiiert und konzipiert wurde Via nova als Programm für Kinder und Jugendliche mit AD(H)S-Symptomen und angrenzenden Diagnosen von Professor Dr. Dr. Gerald Hüther und Christian Rauschenfels. Hintergrund dabei war die drastisch ansteigende und unreflektierte Medikamentenvergabe an Kinder und die damit verbundene Entfremdung von der Familie und von sich selbst. Via nova bietet Kindern ein Erfahrungsfeld, in dem sie sich gemeinsam mit anderen Kindern und erwachsenen Vorbildern eine neue Orientierung schaffen und ihre eigenen Lebensgrundlagen erarbeiten können. Hierzu zählen insbesondere die Beschaffung von Feuerholz, die Nahrungszubereitung, Konfliktbewältigung und viele weitere Facetten eines alternativen Alltags.

Grundlage von Via nova sei ein verbindendes Konzept der Neurobiologie und der systemischen Familientherapie, von reformpädagogischen Ansätzen und Erfahrungen, die aus der Einheit von Mensch und Natur entstehen, so Rauschenfels. "Wir setzen verstärkt auf den Menschen und seine natürlichen Bedürfnisse nach sozialen Beziehungen - insbesondere in der Familie und zu sich selbst. Das stärkt Kinder und Jugendliche und setzt dem täglichen Erwartungsausdruck etwas entgegen", erklärt er.

"Wir wollen uns nicht auf Medikamente verlassen, die ohnehin nur einzelne Symptome bekämpfen. Das ändert nichts an den Ursachen und täuscht durch die maximal kurzfristige Wirkung über die eigentlichen Probleme hinweg. Es ist eine Symptombekämpfung, jedoch keine Auflösung der Belastung, auf die die Kinder mit Hilfe der Symptome unbewusst aufmerksam machen. Medikamente helfen nicht bei der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen, sondern führen im Gegenteil eher zu Abhängigkeit und neuen Belastungen", verdeutlicht der Sinn-Stiftung-Gründer. Er hat jahrelange praktische Erfahrung mit Kindern mit AD(H)S-Symptomatik und deren Familien und kennt deren tägliche Sorgen und Herausforderungen im Alltag.

Aus diesem Grunde hat er zusammen mit dem Professor für Neurobiologie Gerald Hüther im Jahr 2009 das pädagogisch-therapeutische Projekt Via nova entwickelt, bei dem die Kinder mehrere Wochen auf einer Alm leben. Dort werden sie pädagogisch betreut und in ihrer psychosozialen Entwicklung begleitet. Sie erlernen über die Umgebung, das Zusammensein mit Tieren und der Natur und einen anderen Alltag neue Fähigkeiten. Diese wiederum lassen sich später in ihren normalen Alltag integrieren. "Das wirkt nachhaltiger als jede Tablette", sind sich der Familientherapeut Rauschenfels und der Neurobiologe Hüther sicher. "Medikamente und die Antworten der modernen Medizin springen zu kurz und vernachlässigen vor allem die Eltern."

Die begleitende pädagogische Arbeit mit den Eltern, deren Vorbereitung auf den Almaufenthalt und die parallelen Angebote vor, während und nach der Maßnahme seien eine wichtige Säule des Erfolgs, betont Rauschenfels. AD(H)S-Symptome seien nur im Einklang mit dem familiären Umfeld zu lösen. "Die Elternarbeit und die Arbeit der Kinder an sich selbst machen den Erfolg. Wir haben mit unserer Methode nachweislich Erfolg und haben vielen Familien Unterstützung bieten können, Konflikte und Probleme nachhaltig zu lösen und sich weiter zu entwickeln."

Wer einseitig auf eine medikamentöse Behandlung setze und sich ausschließlich auf die rein medizinischen Behandlungswege verlasse, handele fahrlässig und gefährde die Entwicklung des Kindes. "Da werden schlicht Chancen verspielt", macht Rauschenfels deutlich.

Via nova wird genau wie alle anderen Projekte der Sinn-Stiftung durch einen wissenschaftlichen Beirat begleitet und permanent weiterentwickelt. Neben Gerald Hüther, der auch Vorsitzender des Stiftungsrates der Sinn-Stiftung ist, gehören diesem weit über 30 Professoren, Dozenten und Experten aus Medizin, Pädagogik, Psychologie, Therapie, Soziologie, Neurobiologie und anderen wissenschaftlichen Fachrichtungen an. Sie werben mit ihrem Engagement nicht nur für die zahlreichen Projekte der gemeinnützigen Stiftung, sondern tragen durch ihre Forschungsergebnisse auch zu den erzielten Erfolgen bei. "Wir wollen Kinder, Jugendliche und Erwachsene nachhaltig fördern und deren Potenziale in Schule und Hochschule, im Arbeitsleben und im Alltag entwickeln", erklären Rauschenfels und Hüther namens der Sinn-Stiftung.

Wer mehr über das Almprojekt Via nova, das Thema AD(H)S, andere Projekte der Sinn-Stiftung oder die gemeinnützige Stiftung selbst erfahren möchte, findet weitere Informationen unter  www.sinn-stiftung.eu . Die Sinn-Stiftung ist eine gemeinnützige, eigenständige und operativ tätige Stiftung mit Sitzen in München, Schloß Holte, Linz (Österreich) und Solothurn (Schweiz) sowie 15 Regionalinitiativen im gesamten deutschsprachigen Raum. Die Sinn-Stiftung konzipiert eigene Projekte, fördert und unterstützt regionale und nationale Aktivitäten Dritter, entwickelt Modellprojekte und vernetzt verschiedene Gruppen, Organisationen und Aktivitäten. Vor allem zeigt die Sinn-Stiftung Projekte, die Muster des Gelingens sichtbar machen und sich als Vorbild zur Nachahmung eignen.

Ziel der Sinn-Stiftung ist die Entfaltung persönlicher Potenziale von Menschen jeden Alters - im Kindergarten, in der Schule, in der Hochschule, in der Wirtschaft und im gesellschaftlichen Alltag. Im Mittelpunkt aller Initiativen und Projekte steht der Mensch mit seinen eigenen Bedürfnissen, Potenzialen und Entwicklungsmöglichkeiten in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Arbeit, Selbsterfahrung und soziale Gemeinschaft. Die Sinn-Stiftung fordert eine Kultur der Potenzial-Entfaltung und setzt sich für moderne pädagogische, medizinische und psychosoziale Konzepte im gesamten Bildungssystem und im Arbeitsleben ein.

Die Projekte der Sinn-Stiftung werden begleitet durch einen Stiftungsrat (Vorsitzender ist der Göttinger Professor für Neurobiologie Gerald Hüther) und einem wissenschaftlichen Beirat, dem mehr als 30 namhafte und renommierte Professoren und Dozenten aus den Bereichen Medizin, Psychologie, Soziologie, Neurobiologie, Pädagogik, Therapie und anderen Fachrichtungen angehören. Sie garantieren eine wissenschaftliche Begleitung aller Projekte und eine ständige Evaluation der Erfolge.

Weitere Informationen unter  www.sinn.stiftung.eu .


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Autor:
[F/A]


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Artikel vom 20.11.2010


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