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Weg mit den Horrorvorstellungen: Kontaktlinsen sind viel besser als ihr Ruf

VON KERSTIN KRUSCHINSKI meist gelesen

Berlin, 15.06.2011 (KGS). Fällt die nicht heraus oder verschwindet, wenn man nicht aufpasst, auf Nimmerwiedersehen hinter dem Auge? Und ziehen sich Handhabung und Pflege nicht ohnehin abendfüllend in die Länge? Über die Kontaktlinse kursieren die wildesten Gerüchte. Wenn die unsichtbare Sehhilfe nicht die Gesundheit ruiniert, ist sie doch in jedem Fall eine fürchterliche Plage für den Träger, glauben viele. Höchste Zeit, die alten Ammenmärchen vom Tisch zu fegen. Schließlich schreiben wir das Jahr 2011 und neun von zehn Menschen vertragen Kontaktlinsen ohne Probleme.

Kontaktlinsen, die hinter dem Augapfel verschwinden, sind ein Ding der Unmöglichkeit: Prädikat biologisch ausgeschlossen. Schließlich ist der Teil des Sehorgans, auf dem die Linse schwimmt, von der Bindehaut begrenzt – da passt keine Linse durch. Möglich hingegen, dass eine Kontaktlinse einmal aus dem Auge fällt, unwahrscheinlich ist es trotzdem. Heute benutzen die meisten Kontaktlinsenträger weiche Linsen, die mit dem Rand unter den Augenlidern liegen und so gut haften, dass sie selbst Purzelbäume spielend mitmachen. Und sollte einmal eine Linse herausfallen, ist das auch kein Fiasko. Der Nachkauf treibt niemanden in den Ruin. Selbst hochwertige Kontaktlinsen sind heute erschwinglich.

Besonders verbreitet ist das Gerücht, Kontaktlinsen und trockene Augen passten nicht zusammen, oder die Linsen seien sogar Schuld an trockenen Augen. Fakt ist: Luftverschmutzung in den Städten, klimatisierte Büros und stundenlange Bildschirmarbeit haben zu dieser Zivilisationskrankheit beigetragen. Wer unter mangelndem Feuchtigkeitsfilm leidet, muss deshalb nicht auf Kontaktlinsen verzichten. Er muss lediglich den richtigen Linsentyp wählen. Dabei gilt: Kontaktlinsen müssen individuell ausgesucht und professionell angepasst werden. Unabdingbar sind auch regelmäßige Kontrolle und gute Pflege. Doch alles gar nicht tragisch: die Pflege der Linsen ist auch nicht aufwändiger als das tägliche Putzen der Zähne.

Dass Kontaktlinsen nicht bei Alterssichtigkeit helfen, ist ebenfalls ein Ammenmärchen. Es gibt sie, die Alternative zur Lesebrille. Multifokale Linsen, die mehrere Dioptrienstärken in sich vereinen, ermöglichen scharfes Sehen in unterschiedliche Distanzen. Selbst komplizierte Formen von Fehlsichtigkeit können heute mit Kontaktlinsen korrigiert werden. Und falls die Linse drückt, ist es vermutlich die falsche.

Maßgeblich zum angekratzten Image der Kontaktlinse beigetragen hat schlicht die Selbstüberschätzung vieler ihrer Träger. Denn tatsächlich kann niemand selbst – quasi aus einem Gefühl heraus – feststellen, ob die Linse die richtige ist. Nur der Kontaktlinsen-Spezialist ist in der Lage zu beurteilen, welche Linse aufs Auge passt und langfristig scharfes und gesundes Sehen garantiert.

Verträglichkeit und Tragekomfort waren nie besser als heute. Gut 120 Jahre nach ihrer Erfindung ist die Kontaktlinse zur exzellenten Sehhilfe geworden - gleichwertig neben der Brille.


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[K/K]


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Artikel vom 15.06.2011


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