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Schwerpunkt Schlaganfall-Therapie: BVMed, Earlybird und High-Tech Gründerfonds veröffentlichen "MedTech Radar 2"

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Berlin/Bonn. Innovationen in der Schlaganfall-Therapie sind das Schwerpunktthema der zweiten Ausgabe des "MedTech-Radar", eines gemeinsamen Medienservices vom Bundesverband Medizintechnologie (BVMed), Earlybird Venture Capital und des High-Tech Gründerfonds. Durch eine verbesserte Akut-Versorgung überleben heute viel mehr Patienten einen Schlaganfall, doch die Schädigung entsprechender Hirnareale führt oft zu bleibenden Behinderungen. Aktuell erforscht die Wissenschaft Möglichkeiten, mit nicht-invasiver Neurostimulation Hirnschädigungen durch Neuro-Synchronisation zu reparieren. Weiteres Schwerpunktthema: Das Innovationsklima für Medizintechnik in Deutschland. Als innovativsten Forschungsbereich schätzen die Unternehmen derzeit die Kardiologie ein. Es folgen Neurologie, Orthopädie und Onkologie. Den aktuellen MedTech-Radar gibt es in Deutsch und Englisch unter: [1] .

In den Industrienationen ist der Schlaganfall nach Krebs- und Herzerkrankungen die dritthäufigste Todesursache und verantwortlich für die meisten Fälle von Pflegebedürftigkeit im Erwachsenenalter. Allein in Deutschland haben bis zu 1,5 Millionen Betroffene mit den Folgen zu kämpfen, rund 300.000 neue Patienten kommen jährlich hinzu. Für viele neurologische Krankheitsbilder bietet die invasive Neurostimulation heute Therapiemöglichkeiten. Zur Behandlung von Schlaganfallpatienten wird jetzt die nicht-invasive Neurostimulation erforscht, bei der man versucht, Hirnschädigungen durch Neuro-Synchronisation wieder zu reparieren.

Eine Fallstudie zur Schlaganfallrehabilitation liefert die zweite MedTech-Radar-Ausgabe mit dem Unternehmen EBS Technologies aus Kleinmachnow bei Berlin. "Im Falle einer Schädigung durch einen Schlaganfall ist wissenschaftlich bewiesen, dass ungefähr 20 bis 30 Prozent der betroffenen Zellen nicht absterben, sondern nur in einen 'Ruhemodus' verfallen", erklärt der CEO von EBS, Ulf Pommerening. "Diese residualen Bereiche wieder zu aktivieren, ist das Hauptziel der EBS Therapie." Mit Unterstützung von Investoren wurde die Entwicklung und Fertigstellung eines marktreifen Gerätes ermöglicht.

Gut ausgebildete Wissenschaftler und Ingenieure, aber zu viel Bürokratie bei den Innovationsprozessen: Der MedTech-Radar berichtet auch über eine aktuelle Umfrage des BVMed zum Innovationsklima in der deutschen Medizintechnik.

An der BVMed-Umfrage beteiligten sich 77 forschende MedTech-Unternehmen. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten die Unternehmen das Innovationsklima für Medizintechnik in Deutschland mit 6,2. Fazit: "Deutschland verfügt in der Medizintechnik über gut ausgebildete Wissenschaftler und Ingenieure und ein hohes Versorgungsniveau der Patienten. Das Innovationsklima in Deutschland wird aber durch bürokratische Prozesse, innovationsfeindlich eingestellte Krankenkassen und niedrige Erstattungspreise zunehmend gefährdet". Als innovativsten Forschungsbereich schätzen die Unternehmen derzeit die Kardiologie ein. 60 Prozent der Befragten nennen diesen Versorgungsbereich. Es folgen Neurologie (43 Prozent), Orthopädie (40 Prozent), Onkologie (39 Prozent), Diagnostik (31 Prozent) und Chirurgie (26 Prozent).

"Der Medtech Radar soll einen kontinuierlichen Einblick in neue Entwicklungen der Innovationswelt der Medizintechnik geben", so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt. "Wir wollen gemeinsam verdeutlichen, welche entscheidende Rolle die Innovationsförderung zum Wohle des Patienten in Deutschland spielt", beschreibt Dr. Michael Brandkamp, Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds, das Ziel. "Anhand von Praxisbeispielen soll der komplexe Weg eines Medizinproduktes von der Forschung bis zum Einsatz beim Patienten gezeigt", verdeutlicht Eearlybird-Partner Thom Rasche.

Zu den Herausgebern:

Der High-Tech Gründerfonds investiert Risikokapital in junge, chancenreiche Technologie-Unternehmen, die vielversprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen.

Earlybird Venture Capital ist einer der erfolgreichsten europäischen Venture-Investoren und managt aktuell über 530 Millionen Euro Kapital für eine internationale Investorenbasis.

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) vertritt als Wirtschaftsverband über 230 Industrie- und Handelsunternehmen der Medizintechnologiebranche.

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Manfred Beeres, Leiter Kommunikation/Presse
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Torstr. 109
10119 Berlin
Christine Höfer
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High-Tech Gründerfonds Management GmbH
Ludwig-Erhard-Allee 2
53175 Bonn
Stefanie Zillikens
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Autor:
[M/B]


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Artikel vom 04.05.2012


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