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Gemeinsame Pressemeldung zum Kongress "Qualitäts- und Sicherheitsinitiative Endoprothetik"

VON MANFRED BEERES meist gelesen

"Künstlicher Gelenkersatz ist eine Erfolgsgeschichte"

Gestiegene Patientenerwartungen und Qualitätssicherung als größte Zukunftsherausforderungen

Köln. Die Gelenkersatzoperation ist eine der erfolgreichsten chirurgischen Eingriffe der letzten Jahrzehnte. Sie ermöglicht Patienten wieder Mobilität und weitestgehende Schmerzfreiheit. Jährlich erhalten allein in Deutschland rund 400.000 Menschen ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk. Experten wie der Orthopäde Prof. Dr. Carsten Perka von der Charité Berlin, der Biomechaniker Prof. Dr. Michael Morlock von der TU Hamburg und BVMed-Vertreter Marc Michel sehen aber große Herausforderungen beim Gelenkersatz: von gestiegenen Patientenerwartungen über hohe Revisionsraten bis hin zu Fragen der Qualitätssicherung und Weiterbildung. Ärzte, Hersteller und Forscher widmen sich daher auf dem zweitägigen Kongress "Qualitäts- und Sicherheitsinitiative Endoprothetik 2013" erstmals gemeinsam den Stärken, Schwächen und Grenzen des künstlichen Gelenkersatzes.

Hinweis an die Medien - Alle Presseunterlagen unter: [1]

"Der Anspruch an die Lebensqualität in der Bevölkerung nimmt auch im hohen Alter weiter dramatisch zu. Ziel für den Patienten ist die vollständige Wiederherstellung der Belastbarkeit, auch im Rahmen sportlicher Betätigungen", beschreibt Prof. Dr. med. Carsten Perka vom Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie der Charité Berlin die veränderte Erwartungshaltung der Patienten an den Gelenkersatz. Das Ausmaß sportlicher Betätigungen stellt neue Anforderungen an die Entwicklung und die Testverfahren der Implantate. Künftig sollte über Register überprüft werden, ob Neuentwicklungen eine Verbesserung der Lebensqualität und der Standzeit darstellen. Selbstkritisch sollten auch die Implantationstechniken reflektiert werden, "da neuere Daten höhere Wechselnotwendigkeiten insbesondere in den ersten beiden Jahren nach der Operation zeigen, was die Bedeutung auch einer exakten Implantationstechnik unterstreicht", so Perka.

Eine veränderte Ausgangssituation in der Endoprothetik sieht Prof. Dr. Michael M. Morlock, Leiter des Institutes für Biomechanik an der Technischen Universität Hamburg-Harburg. "Wenn heute beim Patienten mit Implantaten Probleme auftreten, so sind diese in der Mehrzahl der Fälle nicht auf das Design oder das Material des Implantats, sondern auf den Operateur oder den Patienten zurückzuführen." Er spricht sich daher für eine verbesserte Schulung und Ausbildung der Anwender und eine bessere Kontrolle der Operationsergebnisse über Register aus. Die Medizin sei "der einzige Bereich, in dem die Lernkurve am Patienten durchaus noch akzeptiert wird". Dies bedeute eine große Herausforderung für die Fachgesellschaften, da sie dafür Sorge tragen müssten, eine verbesserte Schulung und Ausbildung in Zusammenarbeit mit der Industrie sicher zu stellen und kontinuierlich zu evaluieren.

Auf positive Ansätze in der gemeinsamen Qualitätssicherung des Gelenkersatzes in Deutschland verweist Marc D. Michel, Sprecher des BVMed-Fachbereichs Endoprothetik und Geschäftsführer des Herstellers Peter Brehm. "Über 95 Prozent der Hüftimplantate haben eine Lebensdauer von mehr als 10 Jahren und die Komplikationsrate ist bei unter zwei Prozent sehr gering." Die Ursachen für Komplikationen seien dabei sehr unterschiedlich. "Denn ein erfolgreicher Gelenkersatz erfordert das Zusammenspiel von drei Komponenten: das operative Vorgehen, ein qualitativ hochwertiges Implantat sowie ein unterstützendes, verantwortungsvolles Patientenverhalten", so Michel zu den Erfolgsfaktoren. Ein zentrales Element, um die Ergebnisqualität der endoprothetischen Versorgung zu messen und zu verbessern, sei das Endoprothesenregister (EPRD), das sich derzeit in der Einführungsphase befinde. Eine weitere Initiative: Mit EndoCert könnten sich erstmals Kliniken, die Gelenkersatz implantieren, zertifizieren lassen. EndoCert verlange eine intensive und ausführliche Einweisung aller an der Operation beteiligten Mitarbeiter in die jeweiligen Implantatsysteme. Das unterstütze die Industrie-Devise "Keine Anwendung ohne Training", so Michel.

Zum Hintergrund des Gelenkersatzes in Deutschland:

- Über 9 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter ständigen Schmerzen durch Arthrose und Arthritis. Der Gelenkersatz ermöglicht eine kausale Behandlung schwerer Gelenkbeschwerden.

- Durch die moderne Endoprothetik lassen sich die Schmerzen bei rund 70 Prozent der Patienten völlig beheben. Durch Gelenkersatz werden die Mobilität der Menschen wieder hergestellt, Schmerzen reduziert, Arztbesuche und Folgeerkrankungen reduziert und die Arbeitsfähigkeit erhalten.

- Daraus resultiert ein großer volkswirtschaftlicher Nutzen. Denn auf Arthrose entfallen rund 8 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage pro Jahr und 18.000 Frühverrentungen.

- Jährlich erhalten rund 400.000 Deutsche ein künstliches Gelenk. Im Jahr 2012 wurden in Deutschland rund 220.000 künstliche Hüftgelenke sowie 170.000 künstliche Kniegelenke implantiert.

Herausgeber:

Die Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik (AE) ist eine Sektion der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Sie ist zuständig für alle Fragen, die die Endoprothetik betreffen. Mitglieder sind führende Orthopäden und Unfallchirurgen sowie Wissenschaftler, die sich mit Fragen der Endoprothetik und alternativen gelenkerhaltenden Behandlungsverfahren beschäftigen. Ein zentrales Anliegen ist die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung von Ärzten und OP-Personal.  www.ae-germany.com

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) vertritt als Wirtschaftsverband über 230 Industrie- und Handelsunternehmen der Medizintechnik-Branche. Im BVMed sind u. a. die 20 weltweit größten Medizinproduktehersteller im Verbrauchsgüterbereich organisiert. Der BVMed-Fachbereich Endoprothetik-Implantate vereint die Hersteller von Gelenkimplantaten. Die Medizinprodukteindustrie beschäftigt in Deutschland über 170.000 Menschen und investiert rund 9 Prozent ihres Umsatzes in die Forschung und Entwicklung neuer Produkte und Verfahren.  www.bvmed.de

V.i.S.d.P.:
Manfred Beeres M.A.
Leiter Kommunikation/Presse
BVMed - Bundesverband Medizintechnologie
Reinhardtstr. 29 b
D - 10117 Berlin

Tel.: +49 (0)30 246 255-20
Fax: +49 (0)30 246 255-99
E-mail:  email@autor.cap
Internet:  www.bvmed.de


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Autor:
[M/B]


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Artikel vom 26.09.2013


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