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BVMed klärt über mechanische Thromboseprophylaxe auf - Studie der TU Berlin sorgt für missverständliche Berichte

VON MANFRED BEERES meist gelesen

Berlin. Der Fachbereich "Mechanische Thromboseprophylaxe" des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) klärt mit einem neuen Informationsblatt über den Unterschied von Medizinischen Thromboseprophylaxe-Strümpfen (MTPS) zu Stützstrümpfen und Medizinischen Kompressionsstrümpfen (MKS) auf. Hintergrund ist, dass eine neue Studie der TU Berlin zu missverständlichen Berichten und Artikeln zur Qualität von Thrombosestrümpfen in den Kliniken geführt hat. Dabei werden die verschiedenen Arten der Strümpfe miteinander vermischt, obwohl sie auf unterschiedlichen medizinischen Indikationen beruhen, so BVMed-Hilfsmittelexpertin Daniela Piossek.

"Durch die undifferenzierte und teilweise unrichtige Darstellung kann für den medizinischen Laien der Eindruck entstehen, dass in der Klinik Produkte zum Einsatz kommen, die keinen oder nur einen zweifelhaften Nutzen haben. Dies trägt zu einer verstärkten Verunsicherung auf Patienten- und Anwenderseite bei, die völlig unberechtigt ist", so der BVMed.

Das BVMed-Informationsblatt macht auf folgende Unterschiede aufmerksam:

- Medizinische Thromboseprophylaxe-Strümpfe sind speziell für liegende Patienten zur Prävention tiefer Beinvenenthrombosen konzipiert.

- Medizinische Kompressionsstrümpfe dienen der Behandlung venöser Beinleiden und sind zur Thromboseprophylaxe bei liegenden Patienten wegen der höheren Druckwerte nicht geeignet.

- Stützstrümpfe sollten weder für die Prophylaxe, noch für die Behandlung venöser Krankheitsbilder eingesetzt werden. Sie dienen in erster Linie der Vorbeugung.

Während der Kompressionsstrumpf zur Therapie bereits existierender Venenproblematiken eingesetzt wird, ist es das Ziel des Thromboseprophylaxe-Strumpfes, speziell die Rückflussgeschwindigkeit in den unteren Extremitäten zu erhöhen und somit der Bildung von Thrombosen beim immobilen Patienten vorzubeugen weitestgehend unabhängig davon, ob eine venöse Störung vorliegt. "So ist bereits das Konstruktionsprinzip des Thromboseprophylaxe-Strumpfes auf die Immobilität des Patienten ausgerichtet, während der Kompressionsstrumpf für seine Wirksamkeit die Mobilität voraussetzt", so die BVMed-Experten.

Die Anwendung von medizinischen Kompressionsstrümpfen bei bettlägerigen Patienten ist wegen der wesentlich höheren Kompressionsdrücke dagegen kontraindiziert und kann zu schwerwiegenden Schädigungen führen. Modische Aspekte haben sowohl bei Thromboseprophylaxe- als auch bei Kompressionsstrümpfen nur eine untergeordnete Bedeutung. Hier geht es in erster Linie um die Prävention oder Behandlung von Krankheiten. Stützstrümpfe hingegen dienen der Vorbeugung von Venenschäden und werden von den Herstellern bei leichten venösen Beinbeschwerden empfohlen. Sie gelten nicht als Medizinprodukte und sollten deshalb deutlich von Thromboseprophylaxe- und Kompressionsstrümpfen unterschieden werden.

Neben dem richtigen Produkt kommt es vor allem auf die korrekte Anpassung, also das Anmessen eines Medizinischen Thromboseprophylaxe-Strumpfes für eine sichere und wirksame Thromboseprophylaxe an. Eine klinisch wirksame Prophylaxe ist bei einem falsch sitzenden Strumpf nicht gegeben. Grundsätzlich sollte die Thromboseprophylaxe an mehreren Entstehungsfaktoren angreifen und deshalb empfehlen viele Experten, medikamentöse und physikalische Maßnahmen in Abhängigkeit vom individuellen Risiko des Patienten sinnvoll miteinander zu kombinieren, informiert der BVMed.

Das Informationsblatt und eine weiterführende BVMed-Informationsbroschüre "Physikalische Thromboembolieprophylaxe im stationären und ambulanten Bereich" können unter  www.bvmed.de (Publikationen / Gesundheitsversorgung) abgerufen werden.

Pressetext Online unter: [1]

Pressearchiv: [2]

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Manfred Beeres M.A.
Leiter Kommunikation/Presse
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Fax: +49 (0)30 246 255-99
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[M/B]


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Artikel vom 08.10.2013


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