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ÖDP: "Erdverkabelung vor Freileitung beim Ausbau der Stromnetze in Nürnberg!"

VON ÖDP NüRNBERG meist gelesen

Eingriffe in Flora und Fauna und Elektrosmogbelastung durch Freileitungen wären vermeidbar.
NÜRNBERG / Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) setzt sich in Nürnberg für eine Priorisierung von Erdverkabelungen beim Ausbau der Stromnetze ein. Gerade im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau einer 110-kV-Freileitung von Falkenheim in Richtung Hafen wurde diese Variante diskutiert. "Mit der sogenannten 'Horizontalspülbohrtechnik" (HDD) gibt es nun ein Verfahren, das auch unter Naturschutz-, Landschaftsschutz- und Vogelschutzgebieten und anderen Naturräumen häufig zur Anwendung kommt. Die Arbeitszeiten für das Bohren sind deutlich geringer als gemeinhin angenommen wird. Der Bau einer Freileitung geht in der Regel nicht schneller als diese Bohrtechnik," so ÖDP-Stadtrat Thomas Schrollinger, der dazu nun einen entsprechenden  Stadtratsantrag eingereicht hat. Zudem werde bei HDD weit weniger Bauraum beansprucht als bei der Verlegung von Freileitungen. Für Flora und Fauna stellten grabenlos verlegte Leitungen auch keinerlei Landschaftsbeeinträchtigungen dar. Die wenigen für das Bohren notwendigen Start- und Zielgruben könnten leicht wieder zurückgebaut werden, zumal der vorübergehende Aufstellplatz fürt eine Bohranlage samt Pressgrube nicht größer sei als der eines Freileitungsmastes. Der ÖDP-Politiker möchte nun bei den Planungen der 110-kV-Leitung zwischen Falkenheim und Hafen noch einmal die Option der Erdverkabelung insbesondere unter den Aspekten der Umweltverträglichkeit und des Naturschutzes prüfen lassen. "Die Vorteile liegen auf der Hand: Erdkabel sind sicher gegen Sturm und Feuer und beeinträchtigen nicht den natürlichen Charakter der Landschaft. Bei Freileitungen ist die Verlustwärme zwei- bis viermal so groß wie beim Erdkabel. Deshalb haben Erdkabel eine viel günstigere CO2-Bilanz. Jede weitere Freileitung erhöht den Elektrosmog und belastet damit zusätzlich die Umwelt. Deshalb treffen sie gerade in Wohngebieten oft auf Widerstand. Erdkabel hingegen weisen kein äußeres elektrisches Feld auf. Wegen des geringen Phasenabstandes fällt das Magnetfeld der Kabel mit zunehmenden Abstand sehr viel rascher ab als bei der Freileitung und liegt z.B. in einem seitlichen Abstand von 10 Metern schon weit unter 1 µT. Bei Freileitungen muss jeweils ein Schutzstreifen von 10 Meter Breite von Bebauung und hohem Bewuchs freigehalten werden. Bei der Erdverkabelung sind lediglich tiefwurzelnde Pflanzen in einem nur 8 Meter breitem Streifen zu vermeiden," so Schrollinger. Freileitungen würden auch in ihrer unmittelbaren Umgebung den Verkehrswert von Immobilien senken. "Die Eingriffe in Wald und Flur für den vorgesehenen Schutzstreifen sind bei der Verlegung von Freileitungen erheblich. Deshalb sollte dies nach Möglichkeit immer vermieden werden. Gerade in so sensiblen Bereichen wie dem Eibacher Forst sollte jeder Eingriff unterlassen werden, der aufgrund anderer technischer Optionen zu vermeiden wäre." Schrollinger hofft nun, dass dies auch im konkreten Fall am Hafen beherzigt wird.


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Artikel vom 27.07.2012


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