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ÖDP-Antrag: Nürnberg soll Vegetarischen Donnerstag einführen.

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Vorbildfunktion städtischer Kantinen und Küchen
Auch vegane Gerichte sollen künftig angeboten werden.

NÜRNBERG / Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) fordert in einem Stadtratsantrag die Einführung des "Vegetarischen Donnerstag" in Nürnberg. Die SPD-Fraktion hatte zwar hierzu letzte Woche einen ähnlichen Antrag eingebracht. ÖDP-Stadtrat Thomas Schrollinger betont jedoch, dass hinter dieser Initiative mittlerweile ein Bündnis mehrerer Parteien stehe: "Über die Urheberschaft dieses Vorstoßes kann man sicherlich streiten. Tatsache ist, dass eigentlich ein gemeinsamer Antrag aller unterstützenden Parteien geplant war. Die SPD favorisierte dann aber doch den Weg über Einzelanträge. Die ÖDP ist jedoch seit langem in Sachen 'Vegetarischer Donnerstag" mit der entsprechenden Bürgerinitiative in Kontakt und hat sich diesbezüglich auch um eine möglichst breite Unterstützung im Stadtrat bemüht," so Schrolinger, der selbst bekennender Vegetarier ist.

"Die Idee, an einem Wochentag in städtischen Kantinen und Küchen ausschließlich fleischlose Speisen anzubieten zieht immer weitere Kreise. Mittlerweile haben bereits 15 deutsche Städte dieses Konzept übernommen. Wir könnten damit nicht nur einen bedeutenden Beitrag für das Ernährungsbewusstsein aller Verbraucher leisten, sondern auch für den Klimaschutz und den Tierschutz. Dass der Klimaschutz etwas mit dem Essen auf meinem Teller zu tun hat, liegt vielleicht zunächst nicht auf der Hand. Aber die wissenschaftlichen Untersuchungen sprechen eine deutliche Sprache: Die Erzeugung tierischer Produkte ist für einen großen Teil der klimaschädlichen Teibhausgase verantwortlich. Mittlerweile hat das renommierte WorldWatch-Institut in einer  Studie berechnet, dass nicht wie bisher angenommen 18% sondern sogar 51% der klimaschädlichen Gase auf das Konto der Tierwirtschaft gehen. Für die Herstellung von Fleisch und anderen Tierprodukten werden riesige Futtermengen und entsprechende Anbauflächen benötigt. Um eine einzige Kalorie Fleisch zu produzieren sind 17 Kalorien Pflanzen notwendig! Mittlerweile wird ein Drittel der verfügbaren Landfläche der Erde als Weidefläche genutzt. Großflächige Rodungen in Regenwaldgebieten sind trauriger Alltag. Auch die negativen Folgen der industriellen Massentierhaltung sowohl für die Umwelt, als auch für die Qualität unserer Lebensmittel sind ja bekannt. Die nicht selten katastrophalen Bedingungen widersprechen eindeutig einer ethisch verantwortbaren Tierhaltung," so der ÖDP-Politiker.

Mit der Einführung eines "Vegetarischen Donnerstag" erhofft sich die ÖDP ein wirksames Signal, um den Zusammenhang zwischen unserer Ernährung und dem Klimaschutz, aber auch die Bedeutung für die eigene Gesundheit deutlich zu machen: "Unsere städtischen Kantinen und Küchen haben auch eine gewisse Vorbildfunktion. Die Deutschen essen durchschnittlich drei mal mehr Fleisch als von der Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlen wird. Ob die Essgewohnheiten des gemeinen Franken unter diesem Durchschnitt liegt, wage ich zu bezweifeln. Die damit verbundenen Volkskrankheiten Übergewicht, Herzinfarkt und Krebs sind auch in Nürnberg keine Fremdwörter," so Schrollinger weiter.
Würden alle Nürnberger Bürgerinen und Bürger nur einen Tag pro Woche statt Fleischprodukte vegetarische Speisen zu sich nehmen, könnte damit in einem Jahr die CO2-Belastung von ca. 40.000 Autos kostenlos eingespart werden.

"Wir verstehen den Vegetarischen Donnerstag in erster Linie als Angebot und symbolischen Beitrag der Stadt Nürnberg zur Lösung eines komplexen Problems von großer Tragweite. Niemand soll dabei gegängelt werden. Selbstverständlich bleibt es nach wie vor jedem selbst überlassen, welche konkreten Konsequenzen er in seinem Alltagsverhalten ziehen möchte oder auch nicht. Aber wer die Zusammenhänge durchschaut und ernst nimmt, kommt nicht darum herum, auch die eigenen Lebensgewohnheiten zu hinterfragen. Mit dem wöchentlichen Ritual vegetarischer Speisepläne an Donnerstagen kann auch eine Kommune in ihren Einrichtungen zeigen, dass sie verstanden hat und dass sie deshalb als positives Vorbild an unsere Verantwortung für die eigene Gesundheit, die Mitgeschöpfe aber auch das Weltklima erinnert," so Schrollinger abschließend.

Aussagekräftig steht demnach über dem ÖDP-Antrag auch folgendes Zitat von Albert Einstein: "Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern, wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung."

 Der Antrag im Wortlaut


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Artikel vom 08.08.2012


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