pr Anzeige



pr Meist gelesen

Home » Politik-und-Gesellschaft RSS Politik-und-Gesellschaft

Zuviel Stickstoffdioxid: ÖDP fordert befristete Umweltzone für Nürnberg

VON ÖDP NüRNBERG meist gelesen

NÜRNBERG / Die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) fordert nach dem Rüffel des EU-Umweltkommissars für die Stadt Nürnberg die befristete Einführung einer Umweltzone. ÖDP-Stadtrat Thomas Schrollinger: "Seit Jahren wird versucht, die Lösung für das Problem der NO²-Belastung zu vertagen. Die Hoffnung auf die Wirksamkeit der strengeren Euro-6-Norm für Dieselfahrzeuge im Jahr 2015 ist zwar begründet. Allerdings ist die Hoffnung allein kein wirksames Instrument, um gegen diese gesundheitsschädliche Luftverschmutzung effektiv etwas zu tun," so Schrollinger. Die Experten seien sich einig, dass die Hauptursache für die Stickstoffdioxidzunahme der Straßenverkehr ist. Deswegen lägen in diesem Bereich auch die höchsten Minderungspotenziale. Was die Lösung des Problems betrifft, zeigt sich Schrollinger realistisch: "Das Maßnahmenbündel zur Minderung der Luftbelastung reicht offensichtlich nicht aus, um die Vorgaben aus Brüssel einhalten zu können. Ich habe immer davor gewarnt, die Einrichtung einer Umweltzone vorschnell auszuschließen. Spätestens jetzt sollten wir die Notbremse ziehen und eine zumindest bis 2015 befristete Umweltzone einrichten. Die Erfahrung in den anderen Städten zeigen, dass sich der bürokratische Aufwand sowohl für die Verwaltung als auch für die Bürgerschaft in Grenzen halten würde. Es geht ja letztlich nicht um ein generelles Fahrverbot. Vielmehr könnte eine Umweltzone auch im privaten Bereich ein Ansporn mehr sein, auf ein schadstoffarmes Fahrzeug umzusteigen. Es war doch abzusehen, dass wir die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte in Nürnberg kurzfristig nicht hinbekommen. Jetzt kommen wir trotz aller weiteren Maßnahmen zur Luftreinhaltung um die Einrichtung einer Umweltzone nicht mehr herum. Die hätte allerdings nur dann ihren Sinn, wenn sie über den bisher geplanten Umgriff des Rings hinaus auch die großen Schadstoffquellen im Westen der Stadt mit einschließt."
Für den ÖDP-Stadtrat ist das auch eine soziale Frage: "Hauptsächlich sind es sozial schwächere Gruppen, die heute dem Lärm und den Abgasen an vielbefahrenen Straßen ausgesetzt sind. Wenn dann die größten Dreckschleudern draußen bleiben müssten, würden diese am meisten davon profitieren."

Schrollinger sieht in diesem Zusammenhang auch den geplanten Ausbau des Frankenschnellwegs als problematisch: "Der Ausbau des FSW hat seinen Platz in einem Aktionsplan zur Luftreinhaltung verfehlt! Schon jetzt ist klar, dass allein an den Tunnelportalen erhöhte Schadstoffkonzentrationen und Grenzwertüberschreitungen zu erwarten sind. Das ganze potenziert sich durch die erhebliche Verkehrszunahme, die der Ausbau mit sich bringt! Der Verkehr wird dann zwar gebündelt, aber die Quasiautobahn mitten durch die Stadt ist eine offene Einladung für den Transitverkehr, der derzeit noch auf den Fernstraßen um Nürnberg herum fährt. Eine echte Verkehrsberuhigung sieht anders aus."


Anzeige
Autor:
[/N]


Homepage:

www.oedp-nuernberg.de

Homepage RSS-Feed:

RSS www.oedp-nuernberg.de RSS-Feed-Link


Artikel vom 13.03.2013


Eine Nachricht veröffentlichen Druckversion Vorige Meldung | Nächste Meldung


Information:

pr Suchen



pr Aktuelle News



pr News dieser Kategorie



pr Anzeige

Onlinestreams.de
Das eigene Internetradio über Onlinestreams.de - Info hier...