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Demografiegipfel der Bundesregierung müßte viele Fragen in den Horizont rücken

VON VOLKER KEMPF meist gelesen

1.081.000 Menschen zogen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden 2012 nach Deutschland. Das entspricht der Einwohnerzahl von Köln. Zieht man die Wegzüge ab, bleibt ein Zuwanderungsüberschuß in Höhe von 369.000 Menschen. Dies entspricht der Einwohnerzahl von Bochum. Ungeachtet der neuesten Zuwanderungszahlen meint der stellvertretende CDU-Vorsitzende und NRW-Landesparteichef Armin Laschet nach Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 13. Mai 2013: "Wir brauchen mehr Zuwanderung von qualifizierten Arbeitskräften" insbesondere aus Ländern jenseits der EU-Grenzen. Die Äußerung fiel mit Blick auf den für 14. Mai angesetzten Demografiegipfel der Bundesregierung.

Daß ein so dicht besiedeltes Land wie Deutschland auf weitere Zuwanderungsüberschüsse setzt, ist keine Selbstverständlichkeit, für die Grünen, CDU, SPD und FDP aber schon. Und die neue politische Kraft Alternative für Deutschland (AfD), die es mit den Etablierten aufnehmen will? Diese Partei spricht sich in ihrem schmalen Programm für eine kontrollierte Zuwanderung aus, gibt ansonsten aber noch immer nicht viel offiziell von sich. Dabei wäre es ein leichtes herauszustreichen, daß die Abwanderung von unter dem Euro leidenden Südländern nach Deutschland nicht gerade die Erfüllung der Ideale beweist, die sich mit einer europäischen Einheitswährung einst verbanden und offenbar noch immer verbinden. Ein paar Zahlen: Aus Griechenland wanderten 2012 34.100 Menschen zu, was 10.300 Menschen oder annähernd 30 Prozent mehr sind als noch 2011. 42.000 Menschen kamen aus Italien, das sind rund 17.000 oder 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Aus Spanien zogen letztes Jahr 29.900 Menschen zu, 9.200 oder 45 Prozent mehr als 2011. Aus Portugal kommend sind ebenfalls Zuwachsraten von über 40 Prozent zu vermelden – handelt es sich absolut auch nur um 11.700 Menschen. Die meisten Zuwanderer kamen aus dem Nachbarland Polen (176.000), aber auch aus Rumänien (116.000), Bulgarien (58.000) und Ungarn (53.000).

Laschet fordert laut SZ, "nicht nur soziale und rentenpolitische Fragen" auf dem Demografiegipfel zu "erörtern", sondern sich auch mit der "volkswirtschaftlichen Dimension, etwa beim Fachkräftemangel" zu befassen. Aber auch dies bleibt eine noch immer verengte Sichtweise, die nicht die gesamte EU und ihre Wanderungsbewegungen in den Horizont rückt, nicht die integrationspolitische und auch nicht die ökologische Dimension.


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Autor:
[V/K]


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Artikel vom 14.05.2013


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