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ÖDP-Erfolg in Nürnberg: Stadtrat stimmt einstimmig für "Mehr Ökologie im Einkauf der Stadtverwaltung"

VON ÖDP NüRNBERG meist gelesen

"Ökologisches Beschaffungswesen zahlt sich aus!"

NÜRNBERG / Seit fast zwei Jahren hat die ÖDP auf die Behandlung ihres  Stadtratsantrags für "mehr Ökologie im Einkauf der Stadtverwaltung" gewartet. Bei der letzten Stadtratssitzung kam das Thema nun endlich auf die Tagesordnung. Der Stadtrat stimmte einstimmig für den Beschlusstext, der den Impuls der ÖDP vom 16.02.2012 aufgreift.
ÖDP-Stadtrat Thomas Schrollinger freut sich über diesen Erfolg: "Es ist sehr erfreulich, dass unser Impuls für einen nach ökologischen Gesichtspunkten ausgerichteten Kriterienkatalog für die Beschaffung in allen Bereichen der Stadtverwaltung und der Eigenbetriebe der Stadt Nürnberg nun Früchte trägt. Es ist verständlich, dass die Bearbeitung dieses referatsübergreifenden Themas nicht kurzfristig zu erledigen ist. Aber als Großstadt haben wir eine besondere Verantwortung dafür, nach welchen Kriterien in der Verwaltung und den Eigenbetrieben Waren, Produkte und Dienstleistungen eingekauft werden. Als Großkonsument hat die jeweilige Auswahl einen sehr bedeutsamen Einfluss auf deren Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit und nicht zuletzt auch auf die Einhaltung der Menschenrechte in den Erzeugerländern," so Schrollinger.
Das Vorurteil, dass ökologisch oder fair gehandelte Produkte immer teurer seien als konventionelle sei einfach nicht haltbar. Die bessere Qualität zahle sich letztlich aus, und zwar nicht nur monetär sondern auch volkswirtschaftlich.
Schrollinger kontaktierte hierzu bereits vor zwei Jahren eigens den stellvertretenden Leiter des Programms ÖkoKauf Wien, Georg Patak, der im Rahmen der BioFach in Nürnberg weilte. "Die Wiener sind nach 16 Jahren immer noch auf dem Weg. So wird es auch in Nürnberg nicht darum gehen können, von heute auf morgen alles zu 100% auf ökologisch, nachhaltig und fair umzustellen. Das wäre nicht realistisch. Es braucht am Anfang erste Pilotprojekte, die dann als Querschnittsaufgabe möglichst vieler städtischer Ressorts Erfahrungswerte für einen breiteren Kriterienkatalog liefern. Als Biomodellstadt, Fairtrade-Stadt oder auch Stadt der Menschenrechte haben wir auch eine Verpflichtung, diese Labels im kommunalen Alltagshandeln konkret werden zu lassen. Wenn nun laut Beschluss "in allen Beschaffungsbereichen aktuelle ökologische und faire Kriterien und Siegel zu berücksichtigen" sind, ist das ein erster wichtiger Schritt. Daran können wir anknüpfen. Das Potential reicht vom Büromaterial im Rathaus über den Winterdienst bis hin zur Arbeitskleidung bei SÖR oder das Essen im Klinikum. Zur Einhaltung dieser ökologischen und nachhaltigen Beschaffungskriterien braucht es aber auch zusätzliche Personalkapazitäten. Darauf sollte bei den kommenden Haushaltsberatungen Rücksicht genommen werden. Schließlich zeigt das Beispiel Wien, dass durch eine ökologisch ausgerichtete Beschaffung sowohl die Umweltverschmutzung als auch erhebliche Kosten reduziet werden können: Die Stadt Wien konnte in vier Jahren mit ihrem Programm bereits 135.714 t CO² und 63,5 Millionen € einsparen. Das sollte für uns Ansporn sein. Letztendlich kann diese beispielgebende Initiative auf Verwaltungsebene auch viele Bürgerinnen und Bürger dazu animieren, auch im privaten Bereich die Welt ein wenig zu verändern. Letztlich sind es die Konsumenten, die die größte Macht haben, Entwicklungen zu beschleunigen oder auch zu verändern," so Schrollinger.


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Artikel vom 12.03.2014


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