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IfKom: Digitale Zukunft in Deutschland erfordert Tempo bei der Umsetzung der strateg. Ziele der Bundesregierung

VON HEINZ LEYMANN meist gelesen

IfKom: Digitale Zukunft in Deutschland erfordert Tempo bei der Umsetzung der strateg. Ziele der Bundesregierung Bonn, 22.09.2014

IfKom: Digitale Zukunft Deutschlands erfordert höheres Tempo bei Umsetzung der strategischen Ziele der Bundesregierung und mehr Engagement!

· Parlamentarische Staatssekretärin Brigitte Zypries kündigt vor Ingenieurverband Gesetzentwurf zur Netzneutralität an

· Telekom-Vorstand Dr. Thomas Kremer fordert auf der IfKom-Bundesversammlung mehr Ausbildungs- und Studienplätze für Sicherheitsexperten in der Cyberwelt

· Positionspapier der IfKom weist akuten Handlungsbedarf aus

Auf der Bundesversammlung der Ingenieure für Kommunikation (IfKom) am 12. und 13. September 2014 in Berlin nannte Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, die Digitale Agenda die Basis einer nachhaltigen und sicheren Vernetzung von Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei gehe es vor allem darum, Deutschland wieder zum Wirtschafts- und Produktionsstandort Nr. 1 zu machen und die Produktion insbesondere der IT-Technologie zurückzuholen. Gleichzeitig kündigte sie Maßnahmen an, um die Industrie 4.0 zu fördern und somit für dauerhaftes Wachstum und anhaltend hohe Beschäftigung zu sorgen. Ebenso sei demnächst die Vorlage eines Gesetzentwurfes zur Netzneutralität zu erwarten.

Netzneutralität noch nicht ausreichend definiert

Die IfKom sehen die Netzneutralität, also einen diskriminierungsfreien Zugang für alle Bürger und alle Unternehmen zum Internet als wichtige Voraussetzung für die Entwicklung einer digital vernetzten Gesellschaft an. Für bestimmte Fälle verzögerungsfreier Übertragung muss es nach Auffassung der IfKom jedoch Wege geben, eine garantierte Servicequalität bieten zu können. Abweichungen vom so genannten "best-effort"-Prinzip dürfen als definierte Ausnahmen mit objektiv überprüfbaren Kriterien zulässig sein. Die ehemalige Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur Dr. Iris Henseler-Unger warnte in diesem Zusammenhang in einer Diskussionsveranstaltung der IfKom vor Schnellschüssen. Noch wisse man gar nicht so genau, welche Ausnahmen man gesetzlich festlegen solle.

IfKom-Positionen im Sinne von Bürger und Gesellschaft

Für die IfKom sind neben Netzneutralität vor allem die Aspekte des flächendeckenden Breitbandausbaus sowie der IT-Sicherheit und des Datenschutzes von großer Bedeutung für das Digitale Zeitalter und somit für die Teilhabe aller Bürger und die Entwicklung der Wirtschaft. In ihrem Positionspapier sehen sie in diesen Themen den dringendsten Handlungsbedarf und fordern, ein höheres Tempo in die Umsetzung der Digitalen Agenda der Bundesregierung zu legen.

Breitbandausbau muss flächendeckend und zukunftssicher erfolgen

Offensichtlich ist der bestehende Regulierungsrahmen auf nationaler und europäischer Ebene eher ungeeignet, den Breitbandausbau und das schnelle Internet im ländlichen Raum zu beflügeln. Die IfKom fordern daher von der Bundesregierung, zu definieren, wie dieses Ziel erreicht werden kann und Deckungslücken im Sinne der Daseinsvorsorge zu schließen. Weiterhin fordern die IfKom in diesem Zusammenhang "Fiber to the Home" zu fördern. Langfristig sind die "Glasfaser bis ins Wohnzimmer" und die "Glasfaser bis zum Mobilfunkmast" technologisch der zukunftsweisende Weg zur Breitbanderschließung. Kombinationen aus Glas, Kupfer und besonderen Übertragungstechniken können allenfalls Übergangstechnologien darstellen. Hier muss die Regulierungspolitik die Weichen anders stellen!

Datenschutz und IT-Sicherheit haben Schlüsselfunktionen für die Akzeptanz der digitalen Technik

Der Kampf für mehr Cyber-Sicherheit sei auch ein Kampf um die besten Köpfe. Der Bedarf an Spezialisten für IT-Sicherheit sei jetzt schon riesig und wachse rapide, dennoch fehle es an Ausbildungsmöglichkeiten, stellt Dr. Thomas Kremer, Datenschutz-Vorstand der Deutschen Telekom AG auf der IfKom-Bundesversammlung in Berlin fest:

"Drei Dinge sind aus meiner Sicht entscheidend für die Gestaltung der digitalen Zukunft in Deutschland:

1. Wir müssen den Netzausbau vorantreiben, denn das ist die Basis für die digitale Zukunft unseres Landes. Dabei müssen wir die Last auf mehrere Schultern verteilen. Die gesamte Branche und die Politik sind gefordert.

2. Digitale Dienste und Produkte werden nur dann erfolgreich sein, wenn die Menschen Vertrauen in deren Sicherheit haben. Cyber Security ist darum eines der wichtigsten Themen der digitalen Zukunft. Wir müssen sichere Produkte entwickeln und anbieten.

3. Wir müssen auch unsere Bildungsangebote neu gestalten: Wir müssen Menschen ausbilden, beschäftigen und an uns binden, die fit sind für die Aufgaben der digitalen Zukunft. Dazu brauchen wir neue Ausbildungswege und Berufsbilder – und mehr Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung.

Die Deutsche Telekom wird dazu ihren Beitrag leisten."

Aus Sicht der IfKom lässt sich Vertrauen in eine moderne Technik nur herstellen, wenn alle Nutzer überblicken können, welche Risiken sie eingehen und wissen, welche Daten von ihnen ausgewertet werden. Der Datenschutz muss daher auf hohem Niveau einheitlich geregelt sein. Auch die Sicherheit in die IT-Infrastruktur muss gewährleistet werden, um Angriffe nicht nur auf Daten, sondern auch auf Leitungen und Technik ausreichend abwehren zu können.

Die gesellschaftspolitische Verantwortung der Ingenieure

Auf der Bundesversammlung der Ingenieure für Kommunikation bedankte sich die Parlamentarische Staatssekretärin Brigitte Zypries bei den Ingenieuren ausdrücklich für ihr gesellschaftspolitisches Engagement.

Mit ihrer Sachkompetenz legen die IfKom Wert auf eine realistische Einschätzung von Technikchancen und Technikrisiken im Rahmen der Förderung des technischen Fortschritts.


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Autor:
[H/L]


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Artikel vom 22.09.2014


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