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IfKom: Was Deutschland auf dem Weg in die digitale Zukunft erwarten darf

VON HEINZ LEYMANN meist gelesen

IfKom: Was Deutschland auf dem Weg in die digitale Zukunft erwarten darf Bonn, 22.09.2014

IfKom: Was Deutschland auf dem Weg in die digitale Zukunft erwarten darf

- EU-Kommissar Oettinger sollte nicht unterschätzt werden

- Multi-Stakeholder-Ansatz für das Internet

- Verbände sind weiterhin wichtige Meinungsbilder

"Wir müssen die Geschwindigkeit unseres Handels erhöhen" formuliert der neue EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Günther Oettinger. Die Revolution vollziehe sich schneller, als es viele Akteure in Politik und Wirtschaft wahrhaben wollen. Erst wenige Tage nominiert, scheint der EU-Kommissar die Brisanz und Dynamik der Digitalen Revolution sofort erfasst zu haben. Auf der Bundesversammlung der Ingenieure für Kommunikation (IfKom) am 12. und 13. September in Berlin sprachen sich die Verbands- und Industrievertreter dafür aus, den auf diesem Gebiet neuen Akteur der EU-Kommission nicht zu unterschätzen!

Hohe Erwartungen an die EU hat auch Professor Michael Rotert, Vorstandsvorsitzender von eco, dem Verband der deutschen Internetwirtschaft. Er erhielt vor 30 Jahren die erste E-Mail in Deutschland. Für ihn ist der so genannte Multi-Stakeholderansatz für die weitere Entwicklung des Internet zielführend. Das heißt, staatliche Akteure, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft entscheiden in international zusammengesetzten Foren gemeinschaftlich über die Verwaltung und Regulierung des Internets. Im Übrigen äußert er sich in der IfKom-Podiumsdiskussion zur Bundesversammlung auch zur Forderung nach einem flächendeckenden Breitbandausbau. Dieser sei unabdingbar für die Wirtschaft und die Bürger und ohne zusätzliche Finanzmittel und Förderprogramme nicht zu realisieren. Diese Förderung müsse jedoch intelligent erfolgen. Den Firmen lediglich Geld in die Hand zu geben, sei nicht das Mittel der Wahl.

Deutschland dürfe auf dem Weg in die digitale Zukunft auch die Arbeitsmarktsituation für Ingenieure nicht aus den Augen verlieren, betont Lars Funk, Leiter Beruf und Gesellschaft des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI). Der VDI veröffentlich regelmäßig eine Arbeitsmarktanalyse, die derzeit knapp 60 Tausend offene Stellen gegenüber etwas weniger als 30 Tausend arbeitslosen Ingenieuren ausweist. Den Delegierten der IfKom-Bundesversammlung erläutert er den Nutzen des europäischen Berufsausweises "engineering-card", der die Anerkennung des Berufsabschlusses europaweit vereinheitlichen soll. Hierzu sei gegenüber der EU-Kommission noch Überzeugungsarbeit zu leisten, da diese eine andere und für Ingenieure eher ungeeignete Art der Berufsanerkennung favorisiere.

Mit Bernhard von Rothkirch, Vorstandsvorsitzender des Führungskräfteverbandes DFK, konstatiert ein erfahrener Industriemanager in der IfKom-Bundesversammlung, wie sich Arbeitsabläufe und auch Führungskultur in den letzten Jahren verändert haben und weiter verändern werden. Was früher formalisiert hierarchische Wege in einem Unternehmen einnahm, könne heute dank moderner Kommunikationstechnik schnell und effizient bearbeitet werden.

Nicht nur die technische Vernetzung, sondern auch die fachliche Zusammenarbeit prägen die Arbeit des Zentralverbandes der Ingenieurvereine (ZBI). Der mit ca. 50 Tausend Mitgliedern zweitgrößte Ingenieurverband Deutschlands ist auch der Dachverband für die IfKom. ZBI-Vizepräsident Helmuth Zenker betont in der IfKom-Bundesversammlung die gesellschaftspolitische Bedeutung solcher Verbände. Hier werde kein Industrielobbyismus betrieben, sondern ein fachlicher Beitrag zur Meinungsbildung erarbeitet.

Die Parlamentarische Staatssekretärin Brigitte Zypries hält in ihrem Beitrag auf der IfKom-Bundesversammlung die Digitale Agenda für eine gute Basis einer nachhaltigen und sicheren Vernetzung von Wirtschaft und Gesellschaft. Sie untersetzt dies mit Beispielen der Förderung der einheimischen Wirtschaft und mit Plänen zur Stärkung des Industrie- und Produktionsstandortes Deutschlands. Die Digitale Agenda weist vielfältige Ansprüche aus, Deutschland auf Platz 1 im internationalen Vergleich zu heben. Als Wachstumsland, als Verschlüsselungsstandort oder bei der Entwicklung von Datenschutzprinzipien. Die IfKom sehen zwischen Anspruch und Ziel noch diverse Handlungsbedarfe, die noch nicht in Angriff genommen sind.

Als Nr. 1 im Markt der europäischen Telekommunikationsanbieter will sich die Deutsche Telekom nach den Worten des Vorstands Dr. Thomas Kremer positionieren. Der für Datenschutz zuständige Vorstand betont in seiner Rede den akuten Bedarf an Ausbildungs- und Studienplätzen für Abwahrspezialisten in der Cyber-Sicherheit. Als Träger der Hochschule für Telekommunikation Leipzig richtet die Deutsche Telekom einen Lehrstuhl für Datenschutz und IT-Sicherheit an der Hochschule ein. Der Rektor der Hochschule, Prof. Dr. Volker Saupe, betont in seinen Worten die Bedeutung ständiger Innovation in den Ingenieurstudiengängen.

Andreas Hofert, Moderator von Podiumsdiskussion und Bundesversammlung und Mitglied im IfKom-Bundesvorstand, stellt zusammenfassend fest: Alle Redner sind sich über die Herausforderungen der Digitalen Agenda der Bundesregierung einig. Die Zusammenführung aller relevanten Themen ist im Prinzip ein richtiger Ansatz, die Umsetzung muss jedoch im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschlands schnell und entschlossen vorangehen. Die Verbände werden dazu ihren fachlichen Beitrag leisten!

Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade Kommunikationsingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.

Foto: v.l.n.r.: Andreas Hofert (IfKom), Prof. Michael Rotert (eco-Vorstandsvorsitzender), Lars Funk (VDI), Dr. Iris Henseler-Unger, Bernhard von Rothkirch (DFK-Vorstandsvorsitzender)


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Autor:
[H/L]


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Artikel vom 22.09.2014


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