pr Anzeige



pr Meist gelesen

Home » Recht-und-Jura RSS Recht-und-Jura

Bundesagentur will Millionen Leistungsakten von Erwerbslosen durch die Post digitalisieren lassen.

VON PETER RITSCHE meist gelesen

Nach Mitteilung von Spiegel Online am 25.06.2010 plant die Bundesagentur für Arbeit (BA) nicht nur die Digitalisierung der Briefe von Arbeitslosen- und Kindergeldempfängern, sondern auch die Einführung der elektronischen Akte. Zu diesem Zweck soll ein Tochterunternehmen der Deutschen Post AG 13 Mio. Kindergeldakten und 22 Mio. Arbeitslosenakten einscannen, dieses ist das komplette Archiv der Bundesagentur.

Peter Ritsche, der 1. Vorsitzende des Bund soziales Zentrum Deutschland e.V., sieht die Gefahr, dass hier Tür und Tor geöffnet werden für weitere Privatisierungen der öffentlichen Daseinsfürsorge. Es steht die Befürchtung im Raum, dass für dieses geplante Vorgehen die gesetzlichen Grundlagen nicht gegeben sind insbesondere im Hinblick auf das Daten-und Sozialdatenschutzgesetz.

Die Sicherheitsstandards werden häufig nicht eingehalten, wie in der Vergangenheit in der Privatwirtschaft schon mehrfach bewiesen wurde. Es ist nicht gewährleistet, dass die Daten so geschützt sind wie bei einer staatlichen Behörde, da gerade in dem Bereich häufig mit zeitlich befristeten Stellen im Niedriglohnbereich unter Beiziehung von Zeitarbeitsfirmen gearbeitet wird. Die Deutsche Post AG selber lagert immer mehr Aufgaben an Subunternehmer aus.

Der Datenschutz ist nicht das alleinige Problem, sondern es besteht die Möglichkeit der unzulässigen Datenverknüpfung, die weitere Begehrlichkeiten der Versicherungs- und Privatwirtschaft wecken wird.

Die Bundesagentur scheint nicht mehr gewillt zu sein, ihren hoheitlichen Aufgaben weiterhin nachkommen zu wollen.

Deshalb werden behördliche Aufgaben offensichtlich an die Deutsche Post AG ausgelagert, die sich in der Vergangenheit mit dem Umgang von sensiblen Personendaten nicht mit Ruhm bekleckert hat.

Wir fordern die sofortige Einstellung der angedachten Vorgehensweise der BA, da weitere Datenschutzskandale zu befürchten sind.

Die weitere Entrechtung der sozial schwachen Menschen ist nicht mehr hinnehmbar, die Bundesregierung in Berlin scheint diesem Treiben tatenlos zuzusehen.

Pressekontakt:

Bund soziales Zentrum Deutschland e.V.

Im Wieksfeld 11, 33378 Rheda-Wiedenbrück

Peter Ritsche, 1. Vorsitzender: 0173 - 6970885

Tel.: 05242 - 940 157

Fax: 05242 - 940 158

E-Mail:  email@autor.cap

BSOZD.com News

Forum:

Amtsgericht Rheda-Wiedenbrück VR 608

Steuer-IdNr.: 347/5910/2910 Am 23. Juni 2006 wurde der gemeinnützige Verein Bund Soziales Zentrum Deutschland e.V. gegründet, er versteht sich als Bund und ist somit die Interessenvertretung zur Wahrung der beruflichen, allgemeinen, und sozialen Belange von Betroffenen Menschen. Er kann Projekte im Sinne der Sozialen Bewegung fördern. Wir unterstützen und fördern Menschen, die keine oder nur eingeschränkte Chancen auf eine berufliche Integration oder Entwicklung haben, dies vor dem Hintergrund der hohen Langzeitarbeitslosigkeit und der zunehmenden Verschuldung der Privathaushalte.


Anzeige
Autor:
[P/R]


Homepage:

www.bsozd.com

Homepage RSS-Feed:

RSS www.bsozd.com RSS-Feed-Link


Artikel vom 28.06.2010


Eine Nachricht veröffentlichen Druckversion Vorige Meldung | Nächste Meldung


Information:

pr Suchen



pr Aktuelle News



pr News dieser Kategorie



pr Anzeige

Onlinestreams.de
Das eigene Internetradio über Onlinestreams.de - Info hier...