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Das Hunger Projekt: 1.200 Frauen feiern ihre Erfolge in Bangladesch

VON MARIA BAUM meist gelesen

Das Hunger Projekt: 1.200 Frauen feiern ihre Erfolge in Bangladesch Im Mai dieses Jahres fand in Bangladesch der dritte - durch das Hunger Projekt initiierte - Frauen-Kongress statt.

Im Rahmen des "Bangladesh's Unleashed Women Network" kamen mehr als 1.200 Frauen aus ganz Bangladesh zusammen. Sie vertraten 3.000 Frauen, die durch das Hunger Projekt ermutigt wurden, ein Netzwerk zu gründen, in dem sie sich mit anderen Vertreterinnen der Lokalregierungen zusammenschlossen.

Für die Frauen war die Teilnahme am Kongress so bedeutend, dass sie selbst die Kosten für Anreise und Registrierung trugen.

Während des Kongresses wurden die durch das Frauen-Netzwerk entwickelten Aktivitäten und Projekte vorgestellt und gemeinsam die vielen Erfolge gefeiert. Hierzu gehörten:

- Die Verhinderung von 645 Kinderehen sowie Mitgiften im vergangenen Jahr.

- Die Gründung von 1.502 lokalen Selbsthilfegruppen, die dazu beitrugen, soziales Bewusstsein und Verantwortungsgefühl bei den Menschen zu wecken, die Gemeinschaft zu stärken und die Nutzung von Ressourcen zu verbessern.

- Der Anstieg der Mitglieder des Netzwerkes auf 41.634 Frauen, von denen viele inzwischen auch finanziell unabhängig sind.

- Die Untersuchung von 13.357 Brunnen auf Arsengehalt.

- Die Einrichtung von sanitären Anlagen für 7.445 Familien.

Das Netzwerk konnte bisher sieben Gebiete unter lokaler Selbstverwaltung als frei von häuslicher Gewalt, Kinderehen und Mitgiften erklären.

Prof. Badiul Alam Majumdar, Vize Präsident des Hunger Projekts und Landesdirektor für Bangladesch verdeutlichte in welchem Zusammenhang der Kongress stattfand und welches Ziel damit verbunden war. Er sagte, die Mitglieder des "Bangladesh's Unleashed Women Network" haben sich - durch ihre Aktivitäten, die Lösung sozialer Probleme und die Übernahme von Verantwortung - zu Führungspersönlichkeiten entwickelt. Die Bezeichnung "women leader" tragen diese Frauen nicht aus Sympathiegründen, sondern weil sie als solche gehandelt haben.

Das Hunger Projekt bildet in Bangladesch Frauen und Männer zu so genannten Entwicklungstrainerinnen und -trainern aus. In einem intensiven Training beschäftigen sie sich mit den Prinzipien des Hunger Projekts, dem Teufelskreis der Unterernährung sowie mit den Rechten der Frauen und entwickeln eine neue Sicht auf sich selbst und ihre Möglichkeiten.

Inzwischen wurden über 250.000 Entwicklungstrainerinnen und -trainer ausgebildet, die mehr als 8 Mio. Menschen erreichen.

Sie mobilisieren die Dorfbewohnerinnen und -bewohner und organisieren gemeinsam mit ihnen Projekte zur Verbesserung von Gesundheit, Bildung, Ernährung und Einkommenssicherheit. Die Gleichstellung von Frauen ist bei allen Projekten ein wichtiger Aspekt. Die Themen Kinderehe, Mitgift und Diskriminierung von Frauen mit all ihren negativen Folgen kommen zur Sprache, um das Bewusstsein zu ändern.Das Hunger Projekt e.V. ist eine globale Nichtregierungsorganisation (NRO), die sich seit 1977 mit insgesamt 350 Angestellten und rund 362.000 Ehrenamtlichen gemeinsam für die nachhaltige Überwindung chronischen Hungers in 13 Ländern Afrikas, Südasiens und Lateinamerikas einsetzt (gegenwärtig in âthiopien, Benin, Burkina Faso, Ghana, Malawi, Mosambik, Senegal und Uganda; in Indien und Bangladesch; in Mexiko, Bolivien und Peru). Der internationale Hauptsitz ist in New York.

In Deutschland arbeitet das Hunger Projekt seit 1982 als gemeinnützig anerkannter Verein mit ca. 50 ehrenamtlichen Aktiven und sechs Teilzeitkräften. Weitere Partnerländer sind: Australien, Belgien, Großbritannien, Japan, Kanada, Neuseeland, Niederlande, Schweden und die Schweiz.

Das Hunger Projekt konzentriert sich auf drei Leitgedanken: Mobilisierung zur Eigenverantwortung, Gleichberechtigung von Frauen und Männern sowie Stärkung lokaler Demokratie. Alle Strategien und Initiativen sind darauf ausgerichtet, die acht UN-Millenniumsentwicklungsziele zu unterstützen.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) in Berlin zeichnet das Hunger Projekt e.V. seit Jahren mit dem DZI-Spendensiegel für seine transparente, sparsame und satzungsgemäße Verwendung der Spendengelder aus.


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Autor:
[M/B]


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Artikel vom 17.07.2010


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