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50 Jahre Unabhängigkeit in Afrika

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50 Jahre Unabhängigkeit in Afrika Das Hunger Projekt: Stärkung der lokalen Demokratie - der Schlüssel für Entwicklung in afrikanischen Staaten

In diesem Jahr feiern 17 afrikanische Staaten 50 Jahre Unabhängigkeit. Das Ende der Kolonialzeit bedeutete in den meisten Fällen die Übernahme der Regierung durch afrikanische Eliten, die mit den ehemaligen Kolonialmächten enge Beziehungen pflegten und eigene wirtschaftliche Interessen in den Vordergrund stellten.

Demokratische Wahlen geraten oft zur Farce und dienen nur der Legitimierung vor der Weltöffentlichkeit. Daher ist es verständlich, wenn immer wieder hinterfragt wird, ob in diesen Ländern Entwicklungszusammenarbeit sinnvoll oder notwendig ist. Nachhaltige Veränderungen können erreicht werden, wenn die Bevölkerung die Möglichkeit erhält, die eigenen Fähigkeiten zu nutzen und lernt ihre Rechte durchzusetzen. Wenn die Bevölkerung auf lokaler Ebene gestärkt wird, werden auch auf nationaler Ebene Veränderungen stattfinden.

Das Hunger Projekt will durch seine Epizentren-Strategie die Menschen in den ländlichen Gebieten Afrikas u.a. mit demokratischen Strukturen und Prozessen vertraut machen. Dörfer schließen sich zu einem Verbund zusammen und errichten gemeinsam mit Unterstützung des Hunger Projekts ein Epizentrum, in dem wichtige Einrichtungen zur Befriedigung der Grundbedürfnisse durch die Gemeinschaft betrieben werden - Gesundheitsstation, Nahrungsmittelspeicher, Schule, Bank.

Gewählte Komitees, die paritätisch mit Frauen und Männern besetzt sind, beraten gemeinsam neue Vorhaben, treffen Beschlüsse und verhandeln mit den regionalen Regierungen über Unterstützungen. Die Arbeit des Hunger Projekts besteht darin, die Menschen zu stärken und sie zu befähigen ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Sie lernen sich für ihre Rechte einzusetzen und wandeln sich von passiven Hilfeempfängern zu aktiven Bürgern.

In den Programmländern setzt das Hunger Projekt grundsätzlich ausschließlich einheimische Mitarbeiter ein. Nur sie kennen die örtlichen Gegebenheiten, traditionellen Strukturen und Verhaltensweisen und wissen, wo man ansetzen kann, um die Bedingungen für die Menschen nachhaltig zu verbessern.

Der Senegal ist eines der 17 Länder, das vor 50 Jahren die Unabhängigkeit von Frankreich erlangte. Das Hunger Projekt ist dort seit 1991 tätig. Inzwischen wurden dort 17 Epizentren gegründet (in ganz Afrika 113) in denen sich 350.000 Menschen aus 600 Dörfern gemeinschaftlich eine neue Zukunft aufbauen. Die Stärke der Epizentren-Gemeinschaft hat sich zum Beispiel während der Nahrungsmittelpreiskrise 2008 gezeigt. Die Ernährung der Menschen war dank der Nahrungsmittelspeicher, deren Vorräte gemeinschaftlich aufgebaut und verwendet werden, gesichert. Der Aufbau von Primarschulen hat bei den Kindern nicht nur die Bildung verbessert. Sie erhalten dort auch jeden Tag eine Mahlzeit.

Über 36.000 Frauen und Männer erhielten Mikrokredite, um sich eine eigene Existenz aufzubauen. Sie werden dabei intensiv unterstützt und tauschen sich in Gruppen über ihre Erfahrungen und Probleme aus. Ziel jedes Epizentrums ist es, nach ca. fünf Jahren, ein von Hilfe unabhängiges Gemeinwesen zu bilden, das nach demokratischen Grundsätzen funktioniert. Drei Epizentren im Senegal haben diese Eigenständigkeit bereits erreicht.

Mehr Informationen gibt es unter:  das-hunger-projekt.de Das Hunger Projekt e.V. ist eine globale Nichtregierungsorganisation (NRO), die sich seit 1977 mit insgesamt 350 Angestellten und rund 362.000 Ehrenamtlichen gemeinsam für die nachhaltige Überwindung chronischen Hungers in 13 Ländern Afrikas, Südasiens und Lateinamerikas einsetzt (gegenwärtig in âthiopien, Benin, Burkina Faso, Ghana, Malawi, Mosambik, Senegal und Uganda; in Indien und Bangladesch; in Mexiko, Bolivien und Peru). Der internationale Hauptsitz ist in New York.

In Deutschland arbeitet das Hunger Projekt seit 1982 als gemeinnützig anerkannter Verein mit ca. 50 ehrenamtlichen Aktiven und sechs Teilzeitkräften. Weitere Partnerländer sind: Australien, Belgien, Großbritannien, Japan, Kanada, Neuseeland, Niederlande, Schweden und die Schweiz.

Das Hunger Projekt konzentriert sich auf drei Leitgedanken: Mobilisierung zur Eigenverantwortung, Gleichberechtigung von Frauen und Männern sowie Stärkung lokaler Demokratie. Alle Strategien und Initiativen sind darauf ausgerichtet, die acht UN-Millenniumsentwicklungsziele zu unterstützen.

Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) in Berlin zeichnet das Hunger Projekt e.V. seit Jahren mit dem DZI-Spendensiegel für seine transparente, sparsame und satzungsgemäße Verwendung der Spendengelder aus.


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Autor:
[M/B]


Homepage:

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Artikel vom 29.07.2010


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