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Voreilige Schufa Meldung kann Unternehmen teuer zu stehen kommen

VON FERZEN AGIRMAN meist gelesen

Verbraucher sollten aufpassen. Zuweilen melden Unternehmen Verbraucher an die Schufa, obwohl sie das nicht dürfen. Verbraucher dürfen hier Schadensersatz fordern.

Immer mal wieder kommt es vor, dass Verbraucher nicht sofort die Rechnung bezahlen. Im zugrundeliegenden Sachverhalt weigerte sich der Kunde zu zahlen, weil angeblich eine Heiztherme mangelhaft montiert worden sei. Im Laufe dieser Auseinandesetzung übermittelte der Unternehmer die Daten des Kunden an die Schufa. Er behauptete, dass dieser eine fällige Forderung nicht bezahlt habe. Nachdem sich der Kunde einige Zeit später mit der Firma gütlich geeinigt hatte bekam er heraus, dass er vorübergehend einen negativen Schufa Eintrag hatte. Der Kunde wurde sauer und verklagte das Unternehmen. Er forderte von diesem Schadensersatz in Form der Anwaltskosten.

Das Amtsgericht Halle/Saale stellte sich auf die Seiten des Verbrauchers. Es entschied, dass die Firma wegen der Schufa-Meldung Schadensersatz entrichten muss. Dies begründete das Gericht in seinem Urteil vom 28.02.2013 (Az. 93 C 32819/12 damit, dass der Unternemer die Daten nicht an die Schufa übermitteln durfte. Wann eine Schufa Meldung erfolgen darf, richtet sich nach § 28 Abs. 1 Satz 1 BDSG. Nach dieser Vorschrift ist eine Übermittlung an die Schufa normalerweise nur erlaubt, wenn die Forderung unbestritten ist. Bei einer streitigen Forderung muss das Unternehmen gewöhnlich erst einen Titel erwirken oder erreichen, dass der Kunde die Verpflichtung zur Zahlung anerkennt. Darüber hinaus sind aber noch einige Formalien zu beachten. Der Kunde muss unter anderem zwei Mal abgemahnt worden sein. Desweiteren muss der Unternehmer mit einem negativen Eintrag bei der Schufa gedroht haben.

Wenn Sie als Verbraucher unsicher sind, ob sie das Opfer von solchen Praktiken geworden sind, sollten Sie sich an die Schufa wenden. Diese muss gewöhnlich darüber Auskunft erteilen. Keinsfells sollten Sie sich so etwas von dubiosen Firmen gefallen lassen. Ein schlechtes Ranking sollte nicht in Kauf genommen werden.


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Autor:
[F/A]


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Artikel vom 23.05.2013


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