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90 Jahre IfKom: Engagement in Verbänden wichtig für Demokratie und digitale Gesellschaft

VON HEINZ LEYMANN meist gelesen

Bonn, 22.10.2013

Manchmal werden sie als Lobbyisten wahrgenommen, häufig sind sie aber auch fachlicher Sparringspartner in der Diskussion um die richtigen politischen und gesellschaftlichen Weichenstellungen für die Zukunft. Gerade die Ingenieurverbände in Deutschland sind jedoch am wenigsten verdächtig, nur Interessen einzelner Firmen zu vertreten. Im Gegenteil: "Die IfKom – Ingenieure für Kommunikation werden auch zukünftig technologische Trends und Innovationen fördern, aber auch die Entwicklung in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft konstruktiv-kritisch begleiten", so der IfKom-Bundesvorsitzende Heinz Leymann anlässlich der Festveranstaltung zum 90-jährigen Bestehen des Verbandes am vergangenen Freitag in Berlin.

Ähnlich wie der VDI, Deutschlands größter Ingenieurverband, der derzeit mit über 2.000 gültigen Richtlinien den aktuellen Stand der Technik definiert, sehen es auch die IfKom als ihre Aufgabe an, in dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik durch fachliche Stellungnahmen gegenüber Politik und Wirtschaft sowie Information der Öffentlichkeit auf die Folgen von technologischer Entwicklung und politischen Entscheidungen aufmerksam zu machen.

Die Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur, Dr. Iris Henseler-Unger, begrüßte dieses Engagement der Verbände und insbesondere der IfKom in ihrer Rede zum 90-jährigen Jubiläum der Ingenieure für Kommunikation ausdrücklich. Die Regulierungspolitik in Deutschland ist zwar im Europäischen Kontext eingebunden, hat aber weitgehende Gestaltungsfreiheiten. Die Bundesnetzagentur holt daher regelmäßig vor anstehenden Entscheidungen fachliche Stellungnahmen von Verbänden und Organisationen ein. Die IfKom treten in diesem Zusammenhang für weitere Maßnahmen von Staat und Unternehmen ein, um die hohen Ziele der flächendeckenden Breitbandversorgung baldmöglichst zu erreichen. Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und die Teilhabe aller Bürger an den neuen Medien sind eng mit einer ausreichenden Infrastruktur verbunden.

Zum Thema Infrastruktur äußerte sich anlässlich der 90 Jahrfeier der IfKom auch die Präsidentin des ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine Deutschlands, Iris Gleicke, MdB, Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD Bundestagsfraktion und Bauingenieurin: Gerade in dieser Zeit der aktuellen Veränderungen in den Infrastrukturen beeinflussen die politischen Entscheidungen in erheblichem Umfang die Rahmenbedingungen für die Gestaltung der Daseinsvorsorge. Mit ihrer Fachkompetenz sind die Ingenieurverbände gefordert, sich auch interdisziplinär einzubringen.

Das 90-jährige Bestehen der IfKom wurde auf der Festveranstaltung auch vom Vorstandsvorsitzenden des eco – Verband der Internetwirtschaft gewürdigt. In seiner Ansprache ging Professor Michael Rotert auf die Dynamik des Internetmarktes ein und hob die Bedeutung der Arbeit der Ingenieure für die technische Entwicklung hervor, die diese Dynamik erst möglich mache.

Ähnlich sah es auch Lars Funk, Bereichsleiter Beruf und Gesellschaft, der die Grüße des VDI überbrachte. Er hob eine Initiative der Ingenieurverbände in Deutschland zur "engineering-card" hervor, die insbesondere zwischen ZBI und VDI mit Unterstützung der IfKom ins Leben gerufen wurde. Dieser Berufsausweis für Ingenieure dokumentiert die internationale Vergleichbarkeit von Ingenieurabschlüssen gemäß der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie und bietet dem Ingenieur grenzüberschreitende Arbeitsmöglichkeiten.

Bernhard von Rothkirch, Vorstandvorsitzender des Verbandes "Die Führungskräfte" (DFK), betonte, es sei wichtig, den Mitgliedern eine Stimme in Politik und Gesellschaft zu geben. Das Engagement in Verbänden ist somit eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe.

Der Verband IfKom – Ingenieure für Kommunikation unterstützt das Netzwerk der Verbände zur Gestaltung der Rahmenbedingungen für eine demokratische Gesellschaft auch im digitalen Zeitalter. Er ist daher Mitglied im ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine, im eco – Verband der Internetwirtschaft, im Verband DFK – Die Führungskräfte und kooperiert mit anderen großen Ingenieurverbänden wie dem VDI.

Mit der Fachzeitschrift "funkschau" als weiterem Kooperationspartner gehen die IfKom fachlich und berufspolitisch in die Öffentlichkeit. Der Chefredakteur der mit einer Auflage von über 40.000 Exemplaren größten Fachzeitschrift des ITK-Sektors, Ralf Ladner, gratulierte den IfKom zum 90. Geburtstag ebenfalls herzlich.

Stellvertretend für die vielen Hochschulaktivitäten der IfKom hob der Rektor der Hochschule für Telekommunikation Leizpig, Professor Volker Saupe, die Verleihung von Preisen und Stipendien durch die IfKom an den Hochschulen hervor.

Auf dem Festakt zum 90-jährigen Bestehen der IfKom appellierte der Bundesvorsitzende Heinz Leymann an die Ingenieure, auch weiterhin in Verbänden Engagement für Beruf und Gesellschaft zu zeigen: "Ingenieurverbände müssen auch künftig das Know how besitzen, um unter den veränderten Bedingungen des raschen wirtschaftlichen, technologischen und gesellschaftlichen Wandels auf neue Fragen auch neue Antworten geben zu können".

Foto: v.l.n.r.: Prof. Michael Rotert, Heinz Leymann, Dr. Iris Henseler-Unger, Prof. Dr. Volker Saupe, Lars Funk, Ralf Ladner (funkschau), Bernhard von Rothkirch

Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade Kommunikationsingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.


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Autor:
[H/L]


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Artikel vom 22.10.2013


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