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90 Jahre IfKom: Breitbandausbau in Deutschland bleibt kritisches Thema

VON HEINZ LEYMANN meist gelesen

Bonn, 28.10.2013

Die Ausbauziele für Breitbandanschlüsse seien höchst ambitioniert. So drückte es
Dr. Iris Henseler-Unger, Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur, auf der Festveranstaltung zum 90-jährigen Bestehen des Verbandes IfKom – Ingenieure für Kommunikation aus. Die IfKom fordern schon seit langem eine konzertierte Aktion von Politik und Industrie, um den flächendeckenden Breitbandausbau zu fördern. Einerseits bestehen Zweifel, ob die Ziele der Bundesregierung, 75% der Haushalte mit einer Bandbreite von 50 MBit/s zu versorgen, bis 2014 erreicht werden können, andererseits halten Fachleute diese Bandbreite heute schon für zu gering.

Als die IfKom kürzlich in Berlin ihren 90. Geburtstag feierten, stellte nicht nur die Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur in ihrer Rede die zahlreichen Anwendungen heraus, die die Bandbreite regelrecht verschlingen, wie Videoanwendungen oder Gaming, also Online-Spiele. Auch der Vorstandsvorsitzende des eco – Verband der Internetwirtschaft, Professor Michael Rotert, wies eindringlich auf die immer kürzer werdenden Zyklen hin, in denen sich der Internetverkehr verdoppelt.

Ebenfalls als sehr ambitioniert wird das Ziel der EU angesehen, spätestens im Jahr 2020 alle Haushalte Europas mit mindestens 30 MBit/s zu versorgen, wobei jedes zweite Heim dann mit mehr als 100 MBit/s online gehen soll. Die Bundesnetzagentur,
so ihre Vizepräsidentin, trete auch dafür ein, die weiteren regulatorischen Maßnahmen wettbewerbskonform auszurichten und dabei alle Technologien einzubeziehen. Beispielsweise biete die zukünftige Verwendung des Frequenzbereichs 700 MHz für mobiles Breitband die Möglichkeit, ländliche Räume zeitnah und vergleichsweise kostengünstig mit hohen Bandbreiten zu versorgen. Eine zielgerichtete Frequenzpolitik, u. a. mit der Versteigerung von Frequenzen, leiste daher einen wichtigen Beitrag für den Ausbau einer Hochleistungsinfrastruktur. Auch die jüngsten Entscheidungen zur Zulassung des sogenannten Vectorings im Festnetz solle diese Entwicklung fördern.

Aus Anlass des 90jährigen Bestehens des Verbandes IfKom sind sich der Bundesvorsitzende der IfKom, Heinz Leymann, der eco-Vorstandsvorsitzende, Professor Michael Rotert und der Bereichsleiter des größten Deutschen Ingenieurverbandes VDI, Lars Funk, einig: Die Herausforderungen an die Verbände werden nicht kleiner. Sie müssen unter den veränderten Bedingungen des raschen wirtschaftlichen, technologischen und gesellschaftlichen Wandels auf neue Fragen auch neue Antworten geben können. Aber auch Politik und Unternehmen müssen gemeinsame Anstrengungen unternehmen. Weder die Industrie noch die öffentlichen Haushalte können die Kosten für die erforderliche Infrastruktur alleine stemmen. Die flächendeckende Breitbandversorgung bleibt jedoch eine unbedingte Voraussetzung für die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands innerhalb der EU und im Weltmarkt.

Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade Kommunikationsingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.


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Autor:
[H/L]


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Artikel vom 28.10.2013


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