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IfKom: CeBIT trägt zur Sensibilität für IT-Sicherheit und Datenschutz bei

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IfKom: CeBIT trägt zur Sensibilität für IT-Sicherheit und Datenschutz bei Bonn, 18.03.2014

Die stärkere Ausrichtung der CeBIT auf den Fachbesucher und weniger auf Endverbraucher bot nach Auffassung der Ingenieure für Kommunikation (IfKom) einen besseren Rahmen für Fachgespräche auch zu den aktuellen Themen IT-Sicherheit und Datenschutz als in den vergangenen Jahren. Natürlich gehören gewisse Showelemente zu einer Messe, erklärt der IfKom-Bundesvorsitzende Heinz Leymann, doch die Gelegenheit, die ausgestellten Produkte und Dienstleistungen in ausreichend fachlicher Tiefe zu beurteilen, war in diesem Jahr einfach besser gegeben.

An fast jedem Stand, den die Ingenieure des Verbandes besuchten, kam das Gespräch auf die Schlüsselthemen Sicherheit und Datenschutz. Die IfKom-Experten ließen sich vor Ort die aktuellen Trends der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) von den Ausstellern genau erläutern. "Wir haben gezielt neue Innovationen gesucht und uns diese auch im Hinblick auf Sicherheitsmerkmale erläutern lassen", betont Jürgen Engelhardt, Organisator der IfKom-Fachführung, die seit 54 Jahren auf der CeBIT, ehemals Hannover Messe vom Ingenieurverband durchgeführt wird.

Im Fokus der Ingenieure stand nicht nur die klassische Kommunikationstechnik, sondern das breite Spektrum innovativer IT- und TK-Anwendungen. Bei der Deutschen Telekom spielt wie bei anderen Netzbetreibern und Internetprovidern die Sicherheit eine große Rolle, insbesondere beim Thema Cloud-Computing. Im Automobilbau greift die IKT immer stärker um sich. Schließlich sind beim vernetzten Fahrzeug diverse Applikationen möglich, die dem Fahrer das Leben erleichtern oder das Fahrzeug schützen sollen. Autorisierungsmechanismen nach heutigem Stand der Technik sollen den Missbrauch verhindern, auch bei den Apps, die der Volkswagen-Konzern auf der CeBIT vorgestellt hat. Letztlich muss aber auch der Endkunde alle ihm zur Verfügung stehenden Sicherheitsmaßnahmen kennen und annehmen, um den höchstmöglichen Schutz seiner Daten zu erreichen. Wer das nicht tut, erlebte beim Live-Hacking einige Überraschungen, wenn seine Daten aus dem Smartphone plötzlich für alle sichtbar auf der Leinwand erschienen.

Im Automobilbereich warten neben dem autonomen Fahren mittels Autopiloten noch weitere Innovationen. Ab 2015 sollen nach dem Willen des EU-Parlaments alle Neuwagen mit "e-call" ausgerüstet werden, einem Notruf- und Ortungssystem, das bei einem Unfall die genaue Position bestimmt und an die Rettungsleitstelle weiterleitet. Bereits heute werden Daten des Anrufers bei der Wahl eines Notrufes an die Notrufzentralen der Polizei oder Rettungsleitstellen weitergeleitet, bei Mobiltelefonen auch der Standort der Mobilfunkmasts. Hier steht der konkrete Anlass, also ein Notfall, im Vordergrund, nicht die anlasslose Speicherung von Daten. Auch wenn die Vertreter der Bundesländer und der Polizei dies auf der Messe betonen: Hier ist die Politik aufgerufen, klare gesetzliche Regelungen zu schaffen.

Ebenso müssen die Absichtserklärungen aus dem Koalitionsvertrag zum E-Government umgesetzt werden. Hier zeigt sich nach dem Eindruck des IfKom-Bundesvorstandsmitglieds Andreas Hofert noch jede Menge Synergiepotenzial. Einige für den Bürger hilfreiche Anwendungen konnten die Bundesländer und der Bund bereits auf der CeBIT präsentieren. Die Entwicklung ist jedoch in den Bundesländern uneinheitlich. Erheblicher Handlungsbedarf besteht daher in einer flächendeckenden und koordinierten Umsetzung für alle Bürger und für die Unternehmen.

Die auf der CeBIT gezeigten Innovationen sind wichtige Bausteine für die Wirtschaft Deutschlands und für die Entwicklung der digitalen Gesellschaft. Die Risiken dürfen nach Auffassung der IfKom jedoch nicht vernachlässigt werden. Der Entwicklung von Sicherheitsmechanismen, fordern die IfKom, muss mit der gleichen Intensität erfolgen wie die Applikationen selbst. Es sei aber eine Erhöhung des Sicherheitsbewusstseins bei den Herstellern und auch bei den Kunden erkennbar. Ein gutes Beispiel ist das Netzwerk im eigenen Haus oder Büro. Zu den Routern, Repeatern oder Power-line-Überträgern auf der Stromleitung, die Hersteller wie AVM und andere anbieten, gehört immer eine starke Verschlüsselung, die der Nutzer auch nicht ausschalten sollte.

Insgesamt, resümiert der IfKom-Bundesvorsitzende Heinz Leymann in einem Gespräch mit Vertretern der "funkschau", der größten IKT-Fachzeitschrift Deutschlands, teile man die Meinung der Messeleitung und des BITKOM über einen gelungenen Neustart der CeBIT.

Foto: Teilnehmer der IfKom-Fachführung auf der CeBIT am Stand der Deutschen Telekom AG

Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder – Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder – gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade Kommunikationsingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI – Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.


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Autor:
[H/L]


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Artikel vom 18.03.2014


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