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Frontal21 über Missstände in Schlachthäusern - die Politik schläft

VON MAHI KLOSTERHALFEN meist gelesen

Das Politmagazin Frontal 21 hat auf die seit Jahren bekannten Missstände in deutschen Schlachthäusern hingewiesen.

Die vorgeschriebene Betäubung wird bei hunderttausenden Schweinen und Rindern pro Jahr nicht richtig durchgeführt. Die neue EU-Schlachtverordnung wird diese Probleme nicht in den Griff bekommen.

Wie schon am 30.03.2010 in den Tagesthemen wurde in der gestrigen Sendung »Frontal21« betont, dass in Deutschland pro Jahr mindestens 500.000 Schweine und 200.000 Rinder vor der Schlachtung nicht ausreichend betäubt werden und so unvorstellbare Qualen wie den Tod im siedend heißen Brühbad erleiden müssen. Nicht erwähnt wurde die Geflügelschlachtung, wo die Zustände mindestens genauso schlimm sind: Hühner und Puten sollen theoretisch betäubt werden, indem ihre Köpfe durch ein elektrisches Wasserbad gezogen werden. Doch viele Tiere bewegen sich in ihrer Panik sehr stark, wodurch sie nicht ausreichend betäubt werden und so bei Bewusstsein ihren Kehlschnitt und auch die weitere Zerteilung miterleben müssen.

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt sieht den Hauptgrund für diese katastrophalen Zustände darin, dass Akkordlöhne in Schlachthäusern noch immer erlaubt sind. Der Bundesrat stellte schon im Jahr 1998 fest, dass Akkordlöhne in der Regel zur fehlenden Sorgfalt bei der Betäubung und Tötung führen und forderte die Abschaffung dieser Form der fehlerproduzierenden Entlohnung. Die Regierung blieb jedoch untätig.

Die Tierschutz-Stiftung fordert, dass der Betäubungs- und Tötungsbereich in Schlachthäusern endlich von Amtstierärzten überwacht wird. Bislang finden Kontrollen nur im Ankunftsbereich für die Tiere und in der Fleischbeschau statt. »Dass gerade in den entscheidenden, dazwischenliegenden Arbeitsschritten niemand hinschaut, ist absolut untragbar«, kritisiert Wolfgang Schindler, Rechtsanwalt und Präsident der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt.

Weiterhin klagt die Stiftung an, dass Maßnahmen zur Prüfung der Betäubungswirkung noch immer nicht verpflichtend sind, und dass geltendes Recht wie die Fixierung der Köpfe von Rindern nicht umgesetzt wird. Da sich das Landwirtschaftsministerium bislang hinter einer neuen EU-Schlachtverordnung versteckt, die im Jahr 2013 in Kraft tritt, aber die Probleme der Fehlbetäubungen nicht in den Griff bekommen wird, startet die Stiftung heute Nachmittag im Internet unter [1]

Die gemeinnützige Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt wurde im Jahr 2000 von Rechtsanwalt Wolfgang Schindler als politisch und weltanschaulich ungebundene Tierschutzorganisation gegründet. Sie finanziert sich aus den Erträgen des Stiftungskapitals sowie aus Förderbeiträgen und Spenden. Ihren Namen erhielt die Stiftung von Rhena Schweitzer, der Tochter Albert Schweitzers.

Die Stiftungsaufgabe ist es, möglichst viel Leid zu vermindern. Deshalb setzen sich die Stiftung vor allem für die so genannten »Nutztiere« ein. Mit 60 Milliarden Tieren, die jedes Jahr unter meist unvorstellbaren Bedingungen kostenoptimiert gemästet und getötet werden, ist das Engagement für diese Tiere die wohl größte Aufgabe, der man sich stellen kann.

Die Albert Schweitzer Stiftung wirkt darauf hin, Haltungsbedingungen zu verbessern sowie die Überzüchtung (Qualzucht) der Tiere zurückzufahren. Außerdem stärk sie die vegetarische Idee, da der Stiftung keine Haltungsform bekannt ist, die man als wirklich artgerecht bezeichnen könnte.


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Autor:
[M/K]


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Artikel vom 07.04.2010


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