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Tierschutzverein animal public begrüßt Münchner Beschluss gegen Wildtierhaltung im Zirkus

VON LAURA ZIMPRICH meist gelesen

Tierschutzverein animal public begrüßt Münchner Beschluss gegen Wildtierhaltung im Zirkus Hunderte Wildtiere werden in deutschen Zirkusunternehmen gehalten.

Hunderte Wildtiere werden in deutschen Zirkusunternehmen gehalten. Dabei ist aus Sicht von Experten eine artgerechte Haltung dieser Tiere in reisenden Unternehmen nicht möglich. Der Münchner Verwaltungsausschuss hat am Mittwoch einstimmig beschlossen Auftritte von 20 Arten wie Bären, Elefanten, Tiger, Löwen oder Nashörner in Teilen der Stadt zu verbieten. Der Tierschutzverein animal public begüßt dies als Schritt in die richtige Richtung.

Affen und Bären eingesperrt in kleine Käfigwagen, Elefanten wie Sträflinge an Hinter- und Vorderbein festgekettet, so werden bis heute Hunderte Wildtiere in deutschen Zirkusunternehmen gehalten. Nicht nur Tierschützer, sondern auch Tierärzte und Wissenschaftler fordern seit langem die Haltung von Wildtieren in reisenden Zirkusunternehmen zu verbieten, die niemals artgerecht sein kann. In anderen Ländern wie Österreich, Finnland, Dänemark, Schweden sind Wildtiere in reisenden Zirkusbetrieben bereits teilweise oder sogar ganz verboten.

Auch in Deutschland gab es einen entsprechenden Vorstoß. Im Jahr 2003 beschloss der Bundesrat auf Initiative des Landes Hessen, dass die Haltung von Wildtieren insbesondere Elefanten, Affen und Bären in reisenden Zirkusbetrieben grundsätzlich verboten werden soll.

Jedoch wurde der Beschluss von der Bundesregierung bis heute nicht umgesetzt.

Nun hat der Münchner Verwaltungsausschuss am Mittwoch einstimmig beschlossen Auftritte von 20 Arten wie Bären, Elefanten, Tiger, Löwen oder Nashörner in Teilen der Stadt zu verbieten.

Ähnliche Initiativen gab es zuvor bereits in Kassel, Heidelberg, Köln und Schwerin.

Laura Zimprich, Sprecherin des Tierschutzvereins animal public e.V., begrüßt den Vorstoß aus München: "Die zahlreichen kommunalen Initiativen gegen das Leid von Wildtieren in Zirkusbetrieben sind ein Signal an die Bundesregierung endlich aktiv zu werden und die Wildtierhaltung in Zirkusbetrieben zu verbieten."

Besonders erfreulich ist aus Sicht der Tierschützer die Bekundung von CSU-Stadträtin Evelyne Menges sich für ein noch strengeres Verbot als das bisher beschlossene einzusetzen und es auf einen Prozess ankommen zu lassen.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne unter Telefon: 0177-31 35 428 zur Verfügung.

animal public ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für die ganz natürlichen Rechte von Wildtieren einsetzt, die in Zirkussen oder Zoos gehalten werden. Dies sind Rechte, die eigentlich jedem fühlenden Menschen sofort einleuchten und dennoch tagtäglich gebrochen werden. Um ihnen also mehr Nachdruck zu verleihen, hat animal public das "Wildtiergesetz" mit den folgenden 5 Paragrafen formuliert:

Wildtiergesetz §1: Wildtiere haben das Recht auf Freiheit.

Wildtiergesetz §2: Wildtiere haben das Recht auf artgerechtes Leben.

Wildtiergesetz §3: Wildtiere haben das Recht auf den Schutz ihrer Lebensräume.

Wildtiergesetz §4: Wildtiere sind keine lebenden Zielscheiben für Hobby-Jäger.

Wildtiergesetz §5: Wildtiere haben das Recht auf Unversehrtheit.

Welche Ziele hat animal public? Nicht umsonst bekennt sich animal public zu dem Leitspruch: Achtung vor dem Tier! Denn die Einforderung von Respekt ist eines der Ziele von animal public. Hinzu kommt eine umfangreiche Aufklärungsarbeit über die Situation von in Zirkussen und Zoos gefangenen Tieren und die Verbesserung der rechtlichen Situation. Weitere Ziele sind der Schutz der natürlichen Lebensräume sowie die Unterstützung und Errichtung von Tierasylen für gequälte Tiere.

Wie arbeitet animal public? Das wichtigste Mittel, das animal public zur Durchsetzung seiner Ziele anwendet, ist die Überzeugungsarbeit. Durch Aufdeckung und Dokumentation von Verbrechen gegen die Grundrechte von Wildtieren sollen Politiker und die Öffentlichkeit genauso wie Wildtierbesitzer (Zoos etc.) vom respektvollen Umgang mit Wildtieren überzeugt werden. Darüber hinaus bietet man öffentlichen und privaten Stellen finanzielle und konzeptionelle Unterstützung bei Projekten zur Verbesserung der Situation von Wildtieren.


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Autor:
[L/Z]


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Artikel vom 20.01.2011


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